Schufen gemeinsam die Schulgeschichte auf der Homepage: Schulleiterin Anita Aumüller- Menz, Schwester Karoline Müller und Sandra Raisch (von links).
+
Schufen gemeinsam die Schulgeschichte auf der Homepage: Schulleiterin Anita Aumüller- Menz, Schwester Karoline Müller und Sandra Raisch (von links).

Realschule Weichs: Eine Geschichte in Wort und Bild

Die Schulgeschichte der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Realschule ist jetzt auf der Homepage der schule nachzulesen.

Weichs – In Gemeinschaftsarbeit von Anita Aumüller-Menz (Schulleiterin), Schwester Karolina Müller (Lehrerin für Werken) und Sandra Raisch (Kunstlehrerin) wurde jetzt die Schulgeschichte der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Realschule auf der Homepage eingebracht. Während Aumüller-Menz die Texte zusammenstellte, übernahm Sandra Raisch per Ipad die bildliche Illustration der einzelnen Epochen.

Schwester Karoline war schließlich für die Gestaltung auf der Webseite zuständig. Dabei hat sie auch einen Link integriert, über den man per Youtube der mittlerweile verstorbenen Schwester Ruth Becker zuhören kann. Diese erzählt in ihrer unnachahmlichen Art ebenfalls viel Interessantes über die weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte und geschätzte pädagogische Einrichtung.

Die nun auf der Homepage zusammengestellte Schulgeschichte beginnt mit einer nicht nur in der aktuellen Zeit treffenden Anmerkung: „Habt ihr nichts Besseres zu tun als euch mit der Vergangenheit zu beschäftigen – jetzt in dieser Zeit! Doch! Aber gerade deshalb ist uns die Schulgeschichte wichtig geworden und so haben wir uns überlegt, euch die Geschichte in kleinen Abschnitten näher zu bringen und wir hoffen, dass ihr uns dann zustimmt: Geschichte bestimmt die Gegenwart.“

Die erste Darstellung soll daran erinnern, wie das Gebäude, ein halb verfallenes Schloss, vor ca. 170 Jahren aussah. Daraus sollte die erste Volksschule für Mädchen im Ort werden. Bis dahin gab es nur eine für Buben. Das gefiel auch dem damaligen Weichser Pfarrer Georg Baustädter gar nicht, und so kaufte er – zusammen mit seinem Bruder – das Gebäude, das einst den Freiherren zu Weichs gehörte.

Doch wer sollte die neue Schule leiten, wer sollte unterrichten? Die Baustädters hörten, dass eine gewisse Schwester Theresia Gerhardinger aus München, Ordensgründerin der Armen Schulschwestern, mittlerweile schon mehrere Mädchenschulen in Bayern gegründet hatte, und daher wandten sie sich vertrauensvoll an sie. Und so kam es schließlich zur symbolischen Schlüsselübergabe an den Orden der Armen Schulschwestern, denn die sollten sich fortan um diese neu gegründete Schule für Mädchen kümmern. Schwester Theresia Gerhardinger war etliche Male in Weichs. Die Geschichte nahm daraufhin ihren Lauf.

In der Oberschule wurde auch der Ordensnachwuchs hier ausgebildet. Die Weichser Mädchen wurden in der ebenfalls hier untergebrachten Volksschule unterrichtet. Sie hatten zudem für die damalige Zeit ganz außergewöhnliche Fächer wie Leibesübungen, Heimatkunde und Kochen. Schwester Gerhardinger nannte diese Fächer „Realien“. Anita Aumüller-Menz sagt: „Merkt ihr was? Aus diesen Realien leitete sich viele Jahre später der Name ,Realschule’ ab.“

Erinnert wird auch an die Präparandie, die sogenannte „Lehrerinnenbildungsanstalt“. Nicht unerwähnt bleibt außerdem auf der Homepage die Zeit während des Zweiten Weltkriegs, als Schülerinnen und Schulschwestern die Schule verlassen mussten.

HEINZ NEFZGER

Virtueller Rundgang

Anstelle des Tags der offenen Tür, der wegen Corona leider auch heuer ausfallen muss, lädt die Erzbischöfliche Theresia-Gerhardinger-Realschule Weichs ab 1. April auf der Homepage unter www.tgrsweichs.de zu einem interessanten virtuellen Rundgang durch die Schule ein. Dabei gibt es auch ausführliche Infos für die Anmeldungen zum Schuljahr 2021/22.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare