Mehrere Bäume am Straßenrand.
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Auch für Bestandsbäume, wie hier an der Fränkinger Straße, könnten Patenschaften übernommen werden.

Ein grünes Geschenk

Weichser können in der Gemeinde künftig Baumpatenschaften übernehmen

In Weichs soll es künftig Baumpatenschaften geben. Die zuständige Arbeitsgruppe hat nun drei Möglichkeiten vorgestellt, wie Bürger Patenschaften übernehmen können.

Weichs – In einer seiner jüngsten Sitzungen einigte sich der Bauausschuss darauf, eine Arbeitsgruppe „Baumpatenschaften“ zu bilden, die auf Anregung aus der Bevölkerung etwa anlässlich von Hochzeiten und Taufen verschenkt werden könnten. Dabei soll aber keine Arbeit verschenkt werden. Gedacht ist dabei nur an Obstbäume. Nach einem Treffen der Arbeitsgruppe hat nun deren Sprecherin Magdalena Schuster (Grüne) das Ergebnis der Besprechung dem Gemeinderat vorgetragen.

Bis auf Werner Dornstädter (FW), der eine Mehrarbeit auf den Bauhof zukommen sieht, sahen alle den Vorschlag positiv. Die Idee ist, drei Möglichkeiten anzubieten, um in Weichs eine Baumpatenschaft zu übernehmen.

■  Eine Patenschaft für die Pflege von Bestandsbäumen: Diese ist für die Paten kostenfrei, jedoch mit einem Pflegeaufwand verbunden.

■  Eine Patenschaft für eine Ersatzpflanzung im Gemeindegebiet: Die Paten tragen die Kosten für den neuen Baum und übernehmen Pflegearbeiten nach eigenem Ermessen und Können. Zum Beispiel die Baumscheibe von Unrat freihalten und bepflanzen, den Baum abernten, zurückschneiden und Beschädigungen melden. Die Pflege der Bestandsbäume liegt bei den Bauhofmitarbeitern.

■  Eine Patenschaft für eine Neupflanzung an dafür vorgesehenen Standorten wie etwa auf der Ausgleichsfläche oberhalb des neuen Fußballplatzes und oder im oberen Teil des Gemeindefriedhofes:

Für die Paten fallen Einmalkosten (Vorschlag 200 Euro) an. Das Geld wird von der Gemeinde für die Pflege der Bäume eingesetzt. Die Paten übernehmen nur in den ersten beiden Jahren das Gießen des Baumes bei Trockenheit. Zu den Rahmenbedingungen gehören: Die Paten haben kein exklusives Recht am Baum, z.B. hinsichtlich der Ernte. Auch andere können das Obst mitnehmen. In der Pflege der Bäume liegt die Entscheidungshoheit bei der Gemeinde. Das bedeutet, ist ein Rückschnitt beispielsweise aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig, so kann dies ohne die Zustimmung der Paten erfolgen.

Weiterhin werden auch Paten für freie Biotopflächen, von denen es zahlreiche in der Gemeinde gibt, gesucht. Laut Bürgermeister Harald Mundl wurde dabei in den vergangenen 13 Jahren nur eine Patenschaft übernommen. Der Arbeitskreis regte an, die Standorte der öffentlichen Obstbäume aufzuzeigen, wo die Bürger selbst ernten können. Eine Möglichkeit wäre die Plattform https://mundraub.org/ zu nutzen.

Gartler-Chef Franz Gruber bot an, dass auch Nichtmitglieder, die eine Baumpatenschaft planen, kostenlos am jährlichen Baumschneidekurs des Vereins teilnehmen können.
Heinz Nefzger

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