Änderung beschlossen: Die Ausfahrer aus dem Kapellenweg (rechts) sollen künftig keine Vorfahrt ge genüber der Graf-Sprety-Straße mehr haben. foto: Nefzger

Weichser Bauausschuss

Vorfahrt für die Graf-Sprety-Straße

Die Graf-Sprety-Straße in Weichs bleibt Vorfahrtsstraße. Die Diskussion darüber im Bauausschuss geriet angesichts einer spontanen heftigen Wortmeldung aus dem Publikum allerdings zwischenzeitlich aus den Fugen. Bürgermeister Harald Mundl drohte gar mit künftigem Sitzungsverweis.

Weichs/Fränking – Auf einer Gemeinderatssitzung im Juni dieses Jahres in Weichs wollte Reinhard Schmutz wissen, wie es sich mit der Vorfahrtsregelung bei der Einmündung vom Kapellenweg, wo auch er wohnt, in die Graf-Sprety-Straße (Ortsdurchfahrt Richtung Ainhofen), in Fränking verhält, da es sich hier um einen für den öffentlichen Verkehr gewidmeten Eigentümerweg handelt, der nun, nachdem er von ihm gepflastert wurde, den Charakter einer Straße hat.

Nach Rücksprache der Verwaltung mit der Polizei kam man zu der Regelung, aufgrund der offiziellen Widmung und der Aufführung im Straßenbestandsverzeichnis den Kapellenweg als ganz normalen öffentlichen Verkehrsgrund zu sehen. Es gilt somit an der Abzweigung, sofern nicht anders geregelt, die Rechts-vor-links-Regelung.

Der Bauausschuss hatte sich nun damit zu befassen, ob man die Vorfahrtsregelung belässt und wie eine Beschilderung aussehen könnte. Schmutz und sein Nachbar würden sich eine Rechts-vor-links-Regelung wünschen, die sie auch als Verkehrsberuhigung ansehen. Insbesondere eine der beiden anwesenden Frauen aus Fränking, die gegenüber des Kapellenwegs ihre Häuser haben und der Sitzung beiwohnten, brachte das auf die Palme. „Das ist eine Frechheit“, polterte sie, „so geht es nicht. Wir wollen nicht Rechts vor links an dieser Stelle, das würde nur zu Unfällen führen“.

Für sie existiere der Kapellenweg, auch wenn er mit einem Schild ausgewiesen ist, gar nicht mehr – „es handelt sich doch nur noch um zwei Zufahrten für die beiden privaten Anlieger“.

Auch wenn sich die Bauausschussmitglieder gegen die recht deftig und sehr lautstark vorgetragenen Einwände verwahrten, entschieden sie sich doch einstimmig gegen eine Rechts-vor-links-Regelung, unter anderem weil es sich hier ja um eine Durchfahrtsstraße handelt. Entsprechende Hinweisschilder sollen künftig Klarheit schaffen.

Bürgermeister Harald Mundl griff nach der Abstimmung in für ihn eigentlich untypischer Art die Wortmelderin an: „So ein Verhalten mit verbalen Entgleisungen, noch dazu ohne vorher zu fragen, ob man einen Diskussionsbeitrag einbringen kann oder nicht, werde ich in Zukunft sicher nicht mehr dulden. Künftig werde ich bei derartig unerlaubten Störungen der Beratungen einen Sitzungsverweis aussprechen und die entsprechende Person des Saales verweisen.“

Heinz Nefzger

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