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Fühlt sich pudelwohl: ein Zauneidechsenmännchen, das zufällig gesichtet wurde. 

Auf dem Weichser Freidhofsareal

Prächtige Lebensbedingungen für Zauneidechsen

Prächtige Lebensbedingungen für Zauneidechsen herrschen nun auf einem Teil des Weichser Friedhofs.

Weichs Aufgrund des vor kurzem in den Dachauer Nachrichten erschienenen Berichts „Wieder mehr ,Verhau’ für die Zauneidechse“ meldete sich ein Weichser Bürger bei Bürgermeister Harald Mundl und berichtete, dass auch im gemeindlichen Friedhof an der Fränkingerstraße einige Exemplare von Zauneidechsen immer wieder mal zu sehen sind. Der Weichser regte gleichzeitig an, ob man nicht auch dort ein bisschen „Unordnung“, wie im Bericht mit Totholzhaufen und Ansammlung von Steinen beschrieben war, schaffen könnte.

Im Rathaus nahm man die Info mitsamt Anregung gerne auf. Daraufhin fand ein Ortstermin mit Sebastian Böhm vom Landespflegeverband Dachau statt, um das Areal hinsichtlich des Lebensraumes für Zauneidechsen zu bewerten. Dabei stellte sich heraus, dass der nordwestliche Teil des Friedhofs, also hinter den Erdurnengräbern bis hoch zum großen Holzkreuz, ideale Lebensbedingungen für die Zauneidechsen bietet und man hier keinerlei sonstige Maßnahmen ergreifen muss.

Schon nach kurzer Zeit konnten die Betrachter mehrere junge Zauneidechsen sehen, was darauf schließen lässt, dass die Population dieser Art dort am Gemeindefriedhof sicherlich bei weit über 100 liegt, so Bürgermeister Mundl.

Sebastian Böhm vom Landespflegeverband hat daraufhin folgende Anmerkungen niedergeschrieben: „Der nordwestliche Teil des Weichser Gemeindefriedhofs birgt einen ganz besonderen Naturschatz: Zahlreiche Zauneidechsen besiedeln das Areal. Dabei spielt eine große Rolle, dass sich die kiesigen Bereiche mit ihrem mageren Bewuchs besonders gut erwärmen. So etwas lieben die wechselwarmen Reptilien und profitieren zudem davon, dass sich auf der blütenreichen Fläche viele Insekten einfinden und für einen gut gedeckten Tisch sorgen. Ausreichende Verstecke finden sie in Mäuselöchern und den extensiv gepflegten Randbereichen der Fläche. Der gute Zustand des „Echsenparadieses“ zeigte sich auch auf einer Begehung des gemeindlichen Friedhofs durch Bürgermeister Harald Mundl, Bauhofleiter Christian Schneider und Sebastian Böhm vom LPV., als auf Anhieb zahlreiche Exemplare von den Beteiligten entdeckt werden konnten.“

Heinz Nefzger

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