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Die Gemeinde Weichs muss heuer sparsam wirtschaften.

Gemeinde Weichs verabschiedet Zahlenwerk für dieses Jahr

„Solider Haushalt durch Sparen“

Weichs – Recht zügig und ohne größere Diskussionsbeitrage ist die Haushaltssatzung für dieses Jahr einstimmig in der Gemeinderatssitzung in Weichs verabschiedet worden. Bürgermeister Harald Mundl informierte, dass die Kommune ihre Ausgaben trotz geringerer Einnahmen wegen der Corona-Situation meistern muss.

Weniger Einnahmen stehen also hohen Ausgaben gegenüber. Waren es 2020 bereits rund 300 000 Euro Mindereinnahmen, rechnet man für heuer bereits mit einer weiteren halben Million Euro als Minus. Trotzdem müssen die anfallenden Kosten zum Erhalt der Infrastruktur oder etwa für den Bau des Kinderhauses aufrechterhalten werden. Die Kreisumlage wird von 1,8 auf fast 2 Millionen Euro steigen. Mundl: „Trotzdem haben wir einen soliden Haushalt geschaffen. Wie schaffen wir das alles: durch Sparen.“

Sein Dank galt dabei Kämmerer Markus Weigl für die kompetente Ausarbeitung des Haushalts und dem Finanzausschuss, wo im Vorfeld rund drei Stunden intensiv beraten und nach optimalen Lösungen gesucht wurde.

Die Gestaltung der Ortsmitte und die Umgestaltung der „hinteren“ Tennisplätze in eine Beachvolleyballanlage wurden dabei aus der Haushaltssitzung ausgeklammert und werden in Kürze gesondert im Gemeinderat behandelt.

Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 6 162 350 Euro (2020: 6 263 250 Euro), der Vermögenshaushalt auf 6 872 000 Euro (2020: 7 392 700 Euro). Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen sind in Höhe von 3 604 300 Euro vorgesehen. Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt werden in Höhe von 200 000 Euro festgesetzt. Die Pro-Kopf-Verschuldung beläuft sich zum Jahresende 2020 auf 852 Euro. Der Schuldenstand lag am Jahresende bei 3 154 971 Euro. Durch den Bau des Kinderhauses wird bis Ende 2021 mit einem Anstieg um weitere rund vier Millionen Euro gerechnet.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer bleiben gleich und betragen weiterhin jeweils 340 v.H. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird auf eine Million Euro festgesetzt.

Aufgaben im Katastrophenfall

Ein Jahr Corona-Pandemie schlug sich zwangsläufig auf die Finanzen nieder. Nach Ausrufung des Katastrophenalarms durch Ministerpräsident Markus Söder wurden die Gemeinden massiv in die Verantwortung genommen. Es galt die Funktionalität aufrechtzuerhalten und geeignete Strukturen zu schaffen und die entsprechenden Behörden und Organisationen zu unterstützen.

Im Rahmen des Katastrophenfalls wurden auch von der Gemeinde Weichs verschiedenste Aufgaben wahrgenommen. Diese waren unter anderem: Organisation von Hygieneartikeln, Koordination bei der Verteilung von Hygieneartikel, Durchführung von Kontrollen der öffentlichen Plätze sowie der geschlossenen Betriebe, Sperren von diversen öffentlichen Anlagen, Unterstützung des Gesundheitsamtes sowie des Landratsamtes, Aufrechterhaltung der systemrelevanten Einrichtungen und Organisationen, Sicherstellung des Bevölkerungsschutzes im Rahmen der geltenden Auflagen. Um eine Kostentransparenz zu schaffen, wurde eine eigene Haushaltsstelle eingerichtet für das Coronathema. Die Ausgaben für das Jahr 2020 betrugen alleine für den Hygienebedarf 7494,83 Euro.

Spürbar wurde die Pandemie wie bereits erwähnt auch im Bereich der Steuereinnahmen. Die Planwerte aus dem Jahr 2020 konnten nicht erreicht werden. Einige Beispiele: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer war 157 133 Euro niedriger als im vergangenen Jahr, und bei der Gewerbesteuer beträgt das Minus 112 036,37 Euro. Hier wird ein Teil des Ausfalls vom Land kompensiert.

Weitere Details etwa zum Investitutionsprogramm, Zuschussanträgen und einige Zahlen folgen in einer unserer nächsten Ausgaben.

nef

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