Auf diesem Grundstück im Neubaugebiet „Aufhausener Feld“ darf kein Tiny House aufgestellt werden.
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Auf diesem Grundstück im Neubaugebiet „Aufhausener Feld“ darf kein Tiny House aufgestellt werden.

Gemeinderäte sind sich einig

Keine „Holzhütten auf Rädern“: Weichser Bauausschuss lehnt Tiny House ab

Mit einer Voranfrage über die mögliche Zulässigkeit der Errichtung eines sogenannten Tiny Houses an der Bgm.-Hailer-Straße im Neubaugebiet „Aufhausener Feld“ hatte sich zuletzt der Bau- und Umweltausschuss Weichs zu befassen.

Weichs ‒ Laut Voranfrage sollte das Tiny House eine Grundfläche von 13 mal 2,55 Meter haben und zum Erdgeschoss noch mit einem weiteren Staffelgeschoss sowie einem Flachdach versehen sein. Vier bis sechs Jahre würde der Antragsteller dann sein Häuschen gern auf dem Grundstück abstellen.

Per Definition handelt es sich bei Tiny Houses um die kleinste Form von Wohngebäuden. Selten haben die Häuschen, die oft auch als Mikro- oder Minihäuser bezeichnet werden, mehr als 15 Quadratmeter Wohnfläche, verfügen aber dennoch über alles Wesentliche, was man zum Wohnen braucht: einen Wohnbereich mit Kochnische, einen Sanitärbereich mit Dusche und Toilette sowie ein Schlafloft.

Die Weichser Ausschussmitglieder vertraten jedoch allesamt die gleiche Meinung wie Bürgermeister Harald Mundl (WBV). Nämlich, auch wenn es baurechtlich möglich wäre, soll in dieser „gelungenen“ Neubausiedlung kein neuer Baustil in Form eines Tiny Houses zuzulassen werden. Dies seien lediglich „Holzhütten auf Rädern“, wie Gemeinderat Robert Neisser (CSU) fand; für Herbert Rahn (FW) machten Tiny Houses den Eindruck, als „wenn jemand einen großen Wohnwagen vergessen hätte“.

Aber, auch wenn man durch die Ablehnung ein klares Signal gegen Tiny Houses in Wohngebieten gesetzt hat, so der Tenor im Ausschuss, wolle man nicht gänzlich ausschließen, dass dies irgendwann mal auf einem passenden Grundstück für vier bis fünf Häuser als kleine Siedlung möglich sein könnte. Neuen Ideen wolle die Gemeinde nämlich „nicht entgegenstehen, aber es sollte halt auch das Umfeld passen“. Heinz Nefzger

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