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Südamerikanische Stimmung: die Los Weixos Chickas. fotos (4): heinz nefzger
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Als „Bierinetten“ unterwegs: de gsund’n Maschkera.
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Tanz in und um die Wunderlampe: die Unglaublichen.
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Wo ist die Prinzessin? Das fragt sich der Teufel.
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Tradition am Faschingsdienstag

Weichser Maschkerazug lockt 2000 Fans an

Der traditionelle Maschkerazug am Faschingsdienstag war auch heuer wieder für viele der närrische Höhepunkt zum Faschingsausklang im Landkreis. 

Weichs – Bei der 71. Auflage gab es eine Premiere: Das Faschingskomitee hatte sich für eine neue Zugstrecke entschieden, was sich als richtig erwiesen hat. Vom Treffpunkt Busparkplatz unten an der Glonn ging es für die Teilnehmer am Maschkerazug über die Freiherrn- und Fränkinger Straße hoch zum Sport- und Bürgerhaus, wo anschließend im Freien ein zünftiges Faschingstreiben und am Abend im Bürgerhaussaal die stimmungsvolle Auskehr stattfanden. Rund 2000 Zuschauer säumten die bunt geschmückten Straßen und erfreuten sich an den vielen närrischen Ideen der rund 250 teilnehmenden Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, aufgeteilt überwiegend in Fußgruppen oder kleineren Gefährten.

Der Weichser Maschkerazug ist ja bekannt für seine originellen Fußgruppen, die stets besondere Ideen und Verkleidungen haben sowie viel beklatschte Aufführungen darbieten. Nicht anders war es heuer. Der Zugführer, die Hexe und die Blaskapelle Indersdorf führten gemeinsam den Zug an. Bei den Themen hatten – wen wundert’s nach dem viel diskutierten Volksbegehren – die Bienen Hochkonjunktur (die Gartenwebers, die Fessler-Gruppe, der Trachtenverein und „Die Faschingsgeschädigten“).

„Mit dem Weixer Fasching geht’s bergauf“, stellte der Stammtisch FC Vollgas ironisch mit Blick auf die neue, steilere Zugstrecke fest. Als Regierungsflieger „Merkel One“ war der Partybus Biechlhof unterwegs, die gsund’n Maschkera als „Bierinetten“, und die Chicks-Mädels machten als peruanische Straßenmusiker reichlich Stimmung. Der Westenclub „The Undertakers“ organisierte zu Steampunk den ersten Weixer Flashmob.

Unübersehbar auch die Glonntal-Geishas. S’Weixer Gschwerl erinnerte daran, dass wenig fremde Wagen aus dem Landkreis mitmachten: „Schod! D’Wägen am Umzug wern immer wenger, drum is as Weixer Gschwerl extra aus Afrika kema!“ Die Unglaublichen hatten eine fast schon unglaubliche Idee: Sie umtanzten eine unglaubliche Wunderlampe.

Guatl für alle hatten the Minecrafts dabei – eine Anspielung, weil es vom Komitee heuer keine gab. Natürlich durften auch die Fraggles nicht fehlen. Wenn der Teufel die Prinzessin „fröschelt“, nannte sich ihre Überraschungsshow. Trump und die mexikanische Mauer nahmen die Wuidn Weixer aufs Korn. Meister Eder (Thomas Sänger) kam sogar mit mehreren Pumuckls nach Weichs.

Neben einigen örtlichen Kleingruppen wie Hans Scharl und Peter Baumann als Karl und Liesl frisch verliebt nahmen auch ein paar von auswärts teil. So die Faschingscrew Winden, die Pitztown Blosn, die Pfarrjugend Indersdorf und natürlich die Maisbrunner Faschingsnarren, die stets in Weichs vertreten sind.

Von den gut gelaunten Zuschauern war am Ende zu hören: „Weix bleibt Weix – ein besonders närrisches Maschkerazug-Original.“ Und: „A bisserl koid wars, da Wind hod a wenig gwaht, aber sche wars moi wieda z’Weichs.“

Heinz Nefzger

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