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Sie haben Großes vor: Leonie Hampl, Theresa Lenz und Marina Schenkel (v.l.) riefen ihre Mitschüler bei der Abschlussfeier dazu auf, Geschichte zu schreiben.

Weichser Realschüler verabschieden sich

„Jetzt schreiben wir Geschichte“

103 Absolventen der Weichser Realschule haben ihre Zeugnisse bekommen. Und verabschiedeten sich mit großen Worten.

Weichs – Es waren große Worte, mit denen sie sich verabschiedeten: „Jetzt gehen wir raus und schreiben noch ein bisschen Geschichte“, sagten Marina Schenkel, Leonie Hampl und Theresa Lenz zu ihren Mitschülern bei der Abschlussfeier an der Weichser Theresia-Gerhardinger-Realschule. 

Alle 103 Absolventen haben ihren Abschluss geschafft und bekamen in der vollbesetzten Aula ihre Abschlusszeugnisse. Eine weitere gute Nachricht: Alle haben einen Ausbildungsplatz oder gehen auf eine weiterführende Schule.  

Festlich gekleidet, genossen die Schüler ihre Abschlussfeier, der ein feierlicher Gottesdienst mit Monsignore Michael Bartmann vorausging. Neben der Familie der Absolventen waren auch die Schwestern vom benachbarten Kloster, Landrat Stefan Löwl, Bürgermeister Harald Mundl und Pfarrvikar Dr. Clement Obielu gekommen. 

Auch Schulleiter Reiner Hertweck gab den ehemaligen Realschülern seine Wünsche mit auf den Weg: „Bleibt euch selbst treu, merkt euch, ihr seid nie allein“.

Mit Stolz verkündete Hertweck, dass 17 Absolventen einen Notendurchschnitt von 2,0 oder besser hatten – für ihn ein großartiges Gesamtergebnis.

Abschied nehmen galt es nicht nur von Schülern, sondern auch von vier Menschen, die sich um die Schule verdient gemacht haben. In den Ruhestand gehen die Lehrerinnen Dorothea Forche nach 29 Jahren an der Schule, mit vielen ehrenamtlichen „Nebeneffekten“, so Hertweck, Claudia Schwebke-von Busse, nach 26 Jahren – der Kunst galt ihre große Liebe – sowie Karin Raufer, die zehn Jahre das Tagesheim leitete. Nach vier Jahren verlässt zudem Elisabeth Hampl als Elternbeiratsvorsitzende die Schule.

Landrat Löwl erinnerte an den für manche vielleicht auch steinigen Weg, den die Schüler zurückgelegt haben: „Der Abschluss ist jetzt aber nicht das Ende, sondern der Beginn von was Neuem“, sagte er. 

Als Fundament für die Zukunft empfahl er Gottvertrauen. Sein Tipp an die Angehörigen: „Ihr seid jetzt recht stolze Eltern, lasst doch die Schüler mit kleinen materiellen Werten daran teilhaben“.

Die scheidenden Elternbeiratsvorsitzende Elisabeth Hampl bekam vor 30 Jahren selbst ihr Abschlusszeugnis an der Weichser Realschule. Ihr guter Rat: „Noten sagen nicht alles über einen aus. Glaubt an euch, wer seine Talente erkennt, wird seinen Weg gehen.“ 

Ihr Dank galt vor allem den Schülern, die sich an der Schule besondere einsetzten, wie in Musik und Gesang, im Sanitätsbereich oder bei der Hausaufgabenbetreuung für Kinder mit Migrationshintergrund an der Grundschule.

Hochklassig war neben den vielen schulischen Leistungen auch die musikalische Gestaltung der Abschlussfeier. Zu hören war: Happy von Pharrell Williams vom Schulorchester, Lápres-mide von Yann Tiersen, mit Samantha Schreiner am Klavier, Jar of Hearts von Christina Perri und Say Something von Pentatonics von den Schülerinnen Anna Egolf und Julia Hauer mit Ex-Schüler Thomas Siener, River Flowes in You von Yiruma, mit Leon Marx am Klavier, und Rock The Boat von Wally Holmes am Ende vom Lehrerchor.

Inwiefern die Absolventen künftig Geschichte schreiben werden, hängt von ihnen ab. Auf alle Fälle feierten sie zuvor noch einen Abschlussball in der Josef-Wallner-Sporthalle im benachbarten Vierkirchen. Über die Schulbesten an der Weichser Realschule folgt ein gesonderter Bericht.

Von Heinz Nefzger

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