An der stark befahrenen Staatsstraße von Weichs nach Glonn wird schon lange ein Radweg gefordert.
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An der stark befahrenen Staatsstraße von Weichs nach Glonn wird schon lange ein Radweg gefordert.

Grundabtretung ist auch in der Gemeinde Weichs das Haupthindernis

Zwei von drei Radweganträgen scheitern

Weichs – Zwei von drei Anträgen zum Radwegebau in der Gemeinde Weichs scheiterten. Der Grund: Die Eigentümer sind nicht bereit, Grund für die Radwege abzutreten.

Weichs - Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD aus Weichs und Markt Indersdorf sowie der Bürgerblock Niederroth und die Wählergruppe Um(welt)–denken aus Markt Indersdorf stellten im Dezember vergangenen Jahres drei gemeinsame Anträge zur Herstellung von Radwegen in beiden Gemeinden. Aufgrund umfangreicher Vorbereitungen zu diesen Anträgen und von Corona-Auflagen, Gemeinderatssitzungen derzeit so kurz wie möglich zu halten, konnten die gemeinsamen Anträge nicht sofort Anfang 2021 sondern nun erst Mitte Februar vom Gemeinderat in Weichs behandelt werden, so Bürgermeister Harald Mundl.

Die drei beantragen Radwege sind: 1. Das Teilstück zwischen der Cyclo und der Einfahrt Richtung Zillhofen. Es geht um rund 330 Meter (teils Gemeindegrund Indersdorf, teils Weichs), die fehlen, um eine Verbindung eines bestehendes Radwegs über den Ortsteil Zillhofen zum bestehenden Radweg Weichs-Esterhofen herzustellen. 2. Radweg zwischen der Einfahrt Zillhofen von Indersdorf kommend bis zum bestehenden Radweg Weichs-Esterhofen. 3. Die Planung eines Radweges an der Staatstraße zwischen Weichs und Glonn.

Mit einer Gegenstimme (Andreas Lamprecht/CSU) befürwortete der Gemeinderat grundsätzlich den ersten Antrag. Da der Landwirt auf der Weichser Seite aber keinen Grund abgibt, wird das Vorhaben derzeit nicht zu realisieren sein, war von Bürgermeister Harald Mundl (WBV) zu hören.

Genauso verhält es sich bei Punkt 2. Hier wird außerdem auf die hohen Investitionskosten verwiesen, und darauff, dass man über einen kurzen Umweg von etwa 450 Meter über Zillhofen zum Radweg entlang der DAH 11 gelangen kann. Magdalena Schuster bemerkte, dass Radfahrer bereits schon viele Umwege in Kauf nehmen müssen. Ihr geht es auch um die Sicherheit der Schulkinder, die mit dem Rad nach Indersdorf fahren. In der weiteren Diskussion erinnerte Bastian Brummer (WBV) daran, dass es bereits einen gut ausgebauten Schotterweg ab der Mühle Richtung Cyclo gibt. Petra Hesse (SPD) sieht diesen aber als keine Alternative zu einem richtigen Radweg, „in meinem Alter fahre ich nicht mehr gerne auf Schotter“.

Da es sich hier auch um ein Teilstück des historischen Oxenwegs handelt, regte Martin Betz (CSU) an, zwecks einem Ausbau Kontakt mit Dachau Agil aufzunehmen.   

Immer wieder ein Thema ist der fehlende Radweg zwischen Weichs und dem Indersdorfer Ortsteil Glonn. In der Prioritätenliste des Freistaates Bayern, der hier zuständig ist, steht dieser aber immer noch nicht ganz oben. Petra Hesse sieht diese Strecke für Radler als lebensgefährlich an. Allein schon, weil viele zum Metzger nach Langenpettenbach fahren, findet sie einen Radweg hier unbedingt notwendig. Brummer regte dazu an, eine Unterschriftenaktion ins Leben zu rufen. Heinz Nefzger junior (WBV) ist ebenfalls ein Befürworter der Radwege. Seine Bitte an Bürgermeister Mundl: „Alle von uns hatten die Schaffung von Radwegen im Wahlprogramm. Wenn jetzt kein Druck gemacht wird, haben wir in sechs Jahren immer noch nichts erreicht“.

Heinz Nefzger

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