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Einweihung: Christian Schmidl (Sekretär Haßlberger), Pastoralreferent Bernhard Skrabal, Ursula Deffner (Leiterin Katholisches Kinderhaus), Erzieherin Gisela Fiedler, Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (von links) und einige der Hauptpersonen.

Der Segen für ein (fast) neues Kinderhaus

Sanierung abgeschlossen

Haimhausen - Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger hielt den Festgottesdienst zur Einweihung des katholischen Kinderhauses St. Nikolaus.

Zahlreiche Ehrengäste, Mitarbeiter und als „Hauptpersonen“ die Kinder aus den Krippen- und Kindergartengruppen feierten die lang ersehnte Eröffnung der schönen neuen Räume.

Über den Besuch der Haimhauser Ehrenbürgerin und ehemaligen Kindergärtnerin, Schwester Walgildis, freuten sich viele Gäste. Sie alle wollten die aus Dillingen angereiste Franziskanerin persönlich begrüßen. Die Verlässlichkeit des christlichen Glaubens, die schützende Hand und die Liebe Gottes waren das Hauptthema der Eröffnungsreden.

Kindergartenleiterin Ursula Deffner wünschte sich, das neue Haus möge stets mit viel Kinderlachen erfüllt sein. Zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen haben in den lichtdurchfluteten Räumen eine Heimat gefunden. Der bestehende Altbau wird in den kommenden Monaten saniert, und dort wird eine weitere Kindergartengruppe untergebracht. Damit kann das katholische Kinderhaus bis zu 124 Kinder betreuen.

Nach fast 20 Monaten Bauzeit ist das neue Gebäude fertig. Die Gesamtkosten von 4,475 Millionen Euro tragen zu 62 Prozent die Kommune (1,593 Millionen) inklusive staatlicher Fördermittel (1,292 Millionen).

Die Diözese beteiligt sich mit etwa 1,7 Millionen Euro und Pfarrei übernimmt 25 000 Euro. Darin sind bereits die geschätzten Renovierungskosten für den bestehenden Altbau sowie die während der Bauphase unumgängliche Auslagerung der Kindergartengruppen in das Pfarrheim enthalten.

Im Vergleich zum ebenfalls neu errichteten gemeindlichen Kindergarten, der etwa 2,5 Millionen Euro kostete, sind die Kosten für den Katholischen Kindergarten also um etwa zwei Millionen Euro höher. 98 Kinder können im gemeindlichen Kinderhaus in der Pfarrstraße in vier Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen unterkommen. Die enorme finanzielle Differenz erklärte Pastoralreferent Bernhard Skrabal mit baulichen Unterschieden zwischen den beiden Gebäuden: „Man kann die beiden Gebäude gar nicht miteinander vergleichen. Beim gemeindlichen Kindergarten handelt es sich um eine wesentlich kostengünstigere Holzständerbauweise. Wir haben einen nachhaltigen Massivbau mit wenig Renovierungsbedarf gebaut. Da wir eine leichte Hanglage haben, konnten wir im Keller zur Gartenseite ein vollwertiges drittes Geschoss bauen. Damit haben wir eine halbe vollwertige Etage mehr als in der Pfarrstraße und verfügen über viele zusätzliche Nebenräume. Unser mehr als 3000 Quadratmeter großer Garten ist natürlich für ein Kinderhaus sensationell. Er muss aber auch angelegt werden – und das kostet.“

Pech hatte man auch noch während der Bauphase mit einem Wasserschaden, dessen Beseitigung ebenfalls in die Gesamtbaukosten einfloss.

Laut Kämmerer Peter Haslbeck im Rathaus verschlingt die Erhaltung des bestehenden Altbaus sehr viel Geld. Dort waren ein halbes Jahrhundert lang die Franziskanerinnen untergebracht. Eine Kapelle im Obergeschoss diente der täglichen Andacht und soll aus Erinnerungsgründen auf Wunsch der Diözese renoviert werden und erhalten bleiben. „Die Renovierung des Altbaus verschlingt mehr Geld als ein Abriss mit Neubau. Das ist halt so bei Renovierungen“, so Haslbeck. Gleichzeitig räumte er aber auch ein, dass für den bestehenden Gebäudeteil der Hauptzuschuss von kirchlicher Seite kommt.

sh

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