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Schlüsselübergabe vor beeindruckender Kulisse: Feuerwehrreferent Wolfgang Reichelt, OB Florian Hartmann, Kommandant Thomas Hüller mit Stellvertreter Gerd Lobmeier (v.l.).

Weihe der neuen Dachauer Feuerwehrfahrzeuge

Schlüssel vom OB und Segen von oben

Dachau - Die Ausrüstung der beiden Fahrzeuge ist gigantisch. Am Sonntag bekamen die 800 000-Euro-Anschaffungen ihren Segen. „Mit den Hilfeleistungslöschfahrzeugen ist die Feuerwehr Dachau gut gerüstet, um für die Sicherheit der Großen Kreisstadt zu sorgen“, meinte Kommandant Thomas Hüller. 

Die Ausrüstung der beiden neuen Fahrzeuge ist gigantisch. Am Sonntag bekamen die 800 000-Euro-Anschaffungen ihren Segen. „Mit den beiden Hilfeleistungslöschfahrzeugen ist die Feuerwehr Dachau gut gerüstet, um für die Sicherheit der Großen Kreisstadt zu sorgen“, meinte Kommandant Thomas Hüller. 

Ein Feuerwehrfahrzeug für eine Stadt mit den Dimensionen von Dachau anzuschaffen, ist ungemein aufwändig. Und nun brauchte die FFW Dachau deren gleich zwei, denn die alten Hilfeleistungslöschfahrzeuge stammen aus dem Jahr 1991 und haben nach vielen, vielen Einsätzen ihr „Verfallsdatum“ erreicht.

„An unzähligen Abenden und Wochenenden wurden Anforderungen erarbeitet, Testfahrten mit Vorführfahrzeugen gemacht und Fahrzeuge begutachtet“, sagte der Dachauer Feuerwehrkommandant Thomas Hüller. Es erfolgten die europaweite Ausschreibung, der Kampf mit Stadtrat und Stadtverwaltung sowie: den Feuerwehrgesetzen. „Wir können Besen nicht einfach bei Obi kaufen, denn er muss die DIN-Norm einhalten“, nennt Wolfgang Reichelt, Feuerwehrreferent im Stadtrat und aktiver Feuerwehrmann, ein plakatives Beispiel. Doch nach zwei Jahren harter Arbeit standen die beiden HLFs gestern einsatzbereit in der großen Halle der Feuerwehr Dachau und harrten ihrer Segnung. Die nahm Diakon Albert Wenning vor gut 300 geladenen Gästen vor. 

„Lieber ein Onkel, der was mitbringt, als ein eine Tante, die Klavier spielt“, bemühte Oberbürgermeister Florian Hartmann ein altes Sprichwort und fügte an: „Ich bin der Onkel.“ Die Anschaffung zweier solcher baugleicher Fahrzeuge sei im Landkreis bis jetzt einmalig. Hartmann erinnerte an die beiden ehemaligen Kommandanten Konrad Tonhauser und Kurt Zehrer, ohne deren beharrliches Zutun die Anschaffung nicht möglich gewesen wäre.

 Das mit dem Geschenke-Onkel präzisierte Kreisbrandrat Heinrich Schmalenberg, indem er sagte: „Richtig muss es heißen: Die Stadt erhält ein neues Fahrzeug. Wir Feuerwehrleute setzen es zum Nutzen aller Bürger ein.“ Und wenn man sich vergegenwärtigt, was die HLFs alles können und wie sie ausgestattet sind (Kasten), dann kann eines gesagt werden: Die Einwohner in Stadt und Umgebung sind hervorragend geschützt.

Weihe der neuen Dachauer Feuerwehrfahrzeuge: Bilder

Die neuen Fahrzeuge:

Anschaffungskosten: 800 000 Euro, staatlicher Zuschuss 208 000 Euro. Technische Daten und ein Auszug aus der Ausstattung: Radstand 3,95 Meter; Länge 8,37 Meter; 290 PS; geländegängiges Fahrgestell; Allradantrieb; Leistung der Pumpe: 2000 Liter pro Minute; Löschwassertank 1600 Liter; pneumatisch über die Lichtmaschine ausfahrbarer Lichtmast; fünf Pressluftatmer, Wärmebildkamera, Atemschutz-Notfallrettungsset; hydraulischer Rettungssatz; Abstützsystem; Sprungretter bis etwa 4. Stock; tragbarer Wasserwerfer; Wassersauger, Gefahrgutausrüstung, Motorlüfter, Luftheber, tragbarer Stromerzeuger, Gas- und Strahlenschutzmessgeräte; Erste-Hilfe-Ausrüstung mit Defibrillator.

Thomas Zimmerly

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