Weil man der Vergangenheit nicht entkommt

Odelzhausen - Mehr als 50 Besucher waren zur Lesung "Geboren im KZ" erschienen, vor allem auch um den Zeitzeugen Max Mannheimer zu erleben.

Mannheimer sprach bewegende Worte der Einführung in die Thematik der Lesung. Er blieb bis zum Schluss. Nach der Lesung nutzten die Zuhörer anerkennend und dankbar die Gelegenheit zum Gespräch.

Eva Gruberová und Helmut Zeller trugen aus dem Band „Geboren im KZ“ (2011/Verlag C.H. Beck München) vor. Der Inhalt des Buches handelt von sieben Müttern, sieben Kindern und dem Wunder von Kaufering: Als am 29. April 1945 die amerikanischen Besatzungssoldaten das Konzentrationslager Dachau befreiten, stießen sie zu ihrer größten Überraschung auf sieben Frauen mit Babys - ein Wunder inmitten der Zerstörung.

Eva Gruberová und Helmut Zeller erzählen die beinahe unglaubliche Geschichte von Eva Fleischmanová und Miriam Rosenthal, zwei dieser sieben jüdischen Mütter, die verschiedene Konzentrationslager dank vieler glücklicher Zufälle überstehen konnten und heute in Kanada und in der Slowakei leben.

Die Veranstalter von Kult A 8 waren über die enorme Resonanz sehr erfreut. Paul Schmid sagte: „Das Thema ist angenommen worden, weil man der Vergangenheit nicht entkommen kann. Die Kult-A 8-Gemeinden befinden sich zwischen Dachau und Kaufering, die Geschichte hat nicht irgendwo stattgefunden, sondern in unserer unmittelbaren Nähe.“ (sm)

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