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Die Windräder können kommen: Denkmalschutz-Belange stehen dem privilegierten Bau von Windrädern nicht entgegen - und der Wespenbussard nur teilweise.

Auflagen für Windräder bei Erdweg

Die Welshofer Windräder werden genehmigt

Dachau/Welshofen – Die Windräder in Welshofen werden nun doch erlaubt – mit Auflagen.

Nun hat das Landratsamt Dachau mitgeteilt, dass es beabsichtigt, „die drei Windkraftanlagen in der Gemeinde Erdweg innerhalb der nächsten Wochen mit mehreren, insbesondere artenschutzrechtlichen Auflagen zu genehmigen“.

Dabei hatte es ein langes Hin und Her wegen der drei Anlagen gegeben, zwischen der WWS Projektbau GmbH & Co. KG, die für die Bürgerwindenergie Erdweg die drei Windräder errichten soll, und dem Freistaat Bayern, vertreten durch das Landratsamt. Zunächst sah das Denkmalamt die Sicht auf den Turm der Wiedenzhausener Kirche gefährdet, dann seien die Unterlagen des Bauwerbers nicht fristgerecht eingereicht worden – und schließlich ging es um die die Gefährdung des Wespenbussards. Im September 2015 war der Fall schließlich bei der I. Kammer des Verwaltungsgerichts in München gelandet. Sie entschied, dass die geltend gemachten öffentlichen Belange des Denkmal- sowie Landschaftsschutzes einer Genehmigung nicht entgegen stehen. Und verwies den Fall in Sachen Artenschutz an das Landratsamt zurück. „Aus unserer Sicht ist die Sache nicht entscheidungsreif“, so Andrea Breit, Präsidentin des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs damals (wir haben berichtet).

Nun also: Erlaubt das Landratsamt den Bau der Anlagen – unter Auflagen. Der Ornithologe Fackelmann habe einen Horst eines Wespenbussards (eine besonders geschützte Art) innerhalb eines Umkreises von 1000 Metern zweier Anlagen festgestellt. Der Gutachter des Antragstellers und der Gutachter Fackelmann haben die Bedeutung des Horstes und die Frage des Tötungsrisikos unterschiedlich eingestuft. Nun kommt das Landratsamt in zu dem Ergebnis, dass die beiden betroffenen Anlagen nur betrieben werden dürfen, wenn sie in der Zeit der üblichen Anwesenheit des Wespenbussards tagsüber abgeschaltet werden. Allerdings könne diese Auflage entfallen, wenn ein anderes Fachbüro das Tötungsrisiko für den Wespenbussard entkräftigt.

(dn)

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