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Im ältesten Fahrzeug: Nora von Nordheim und ihr Dalmatiner-Mischling „Spot.

Freunde alter Fahrzeuge

Im Oldtimer durch den Dauerregen

Dachau - Die Oldtimerfreunde haben sich zu ihrer Herbstausfahrt getroffen – und natürlich regnete es in Strömen. Immerhin machten sich 26 alte Automobile im Dauerregen auf den Weg. Kein Wunder, dass ein Scheibenwischer seinen Geist aufgab.

Es ist zum Verzweifeln: Immer wenn die Freunde alter Fahrzeuge zur Frühjahrs- oder Herbstfahrt aufbrechen wollen, macht das Wetter nicht mit. So ist das schon seit 2012 – und am Sonntag war es besonders schlimm: Dauerregen vom Start weg bedeutete, dass alle betagten Cabrios zu Hause blieben und abgesehen von sechs eisernen Motorradfahrern alle anderen ihre Zweiräder lieber in der Garage ließen.

So philosophierten der Vorsitzende des landkreisweiten Oldtimervereins, Claus Thiemicke, und dessen Vorgänger im Amt, Karl Goeb, vor dem Start am Kaufland-Parkplatz in Dachau-Ost, ob es nicht notwendig wäre, zur Verbesserung des Kontakts nach „Oben“ an eine Altötting-Wallfahrt zu denken. Denn aufgrund des grausamen Wetters blieben auch die Zuschauer aus, die sonst immer die fein herausgeputzten Oldtimer bewundern.

Dass sich bei dem trostlosen Wetter dann immerhin noch 26 Automobile – größtenteils Mercedes Benz – und sechs eisenharte Motorradfahrer auf die Reise in die Landkreise Aichach-Friedberg und Schrobenhausen machten, zeugt schon von besonderer Vereinstreue. Karl Goeb erinnert sich, dass es schon mal 130 Oldiefreunde waren, die bei strahlendem Sonnenschein zur Herbstausfahrt starteten.

Bei den Automobilen war es Nora von Nordheim, die mit ihrem Chevrolet Superior-V-Tourer aus dem Jahre 1926 das älteste Fahrzeug aufbieten konnte. Ihr und ihrem Dalmatiner-Mischling „Spot“ konnte das Sauwetter wenig anhaben, und sie hat auch die Anreise aus Kempten nicht gescheut.

Die Mini-Flotte der hartgesottenen Motorrad-Fahrer hat der Dachauer SPD-Stadtrat Volker C. Koch mit einer schweren BMW angeführt, und auch Kochs Frau Cornelia trotzte auf einer 32 Jahre alten Honda dem Regen. Eigentlich wollte auch der 81-jährige Adi Luthner aus Großinzemoos auf seinem Russen-Gespann dabei sein, doch der Dauerregen hielt ihn dann doch ab. Er zog es lieber vor, Beifahrer von Streckenwart Paul Einertshofer zu sein, der sonst immer noch mit seinem Motorrad dabei ist, heuer aber lieber in seinem 50 Jahre alten Volvo Amazon Gas gab. Für Einertshofer, der sowohl alte Automobile als auch Motorräder verehrt, aber auch schon 85 Jahre auf dem Buckel hat, war es die Abschiedsfahrt als Streckenwart. 36 Jahre lang, hat er vor den Ausfahrten mit großem Engagement an der Streckenauswahl mitgewirkt, doch nun soll Schluss sein. Vorstand Thiemicke dankte ihm mit einem Händedruck.

Bei der Fahrt selbst gab es wenig Schönes zu sehen, zu tief hingen da die Regenwolken. Erfreulichersweise waren bei den Oldies keine Ausfälle zu verzeichnen, so dass Lumpensammler Johann Böck keine Arbeit mit dem Abschleppwagen hatte, der als letzter die Strecke mitfuhr. Beim Baderwirt in Langenmosen haben sich die 60 Oldtimerfreunde zum Mittagessen eingefunden. In geselliger Runde tat das schlechte Wetter der guten Stimmung der Oldie-Fans keinen Abbruch.

Auf der Heimfahrt gab lediglich der Scheibenwischer eines VW-Käfers mangels Schmierung seinen Geist auf. Der Volkswagen-Fahrer konnte sich aber insofern helfen, dass er mit dem Ölmessstab die Scheibenwischerwellen mit Öl versorgte, und so konnte auch er die Regenfahrt mit klarer Sicht durchsteh

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