Welcher Cowboy holt da nicht das Lasso raus – bei solch feurigen Westernladies und Indianerinnen. foto: reg

Wenn Westernhelden und Greenhorns gemeinsam feiern

Karlsfeld - Wenn Westernhelden und Greenhorns gemeinsam feiern, dann ist Fasching im Karlsfelder Bürgerhaus. Beim fast ausverkauften TSV-Ball tanzten die Feierwütigen bis spät in die Nacht.

Schon wenige Minuten nach dem offiziellen Start, die 089-Band hatte ihre Instrumente noch gar nicht vollständig ausgepackt, war die Tanzfläche auch schon rappelvoll. Ob Oldies, Rocknummern oder aktuelle Wiesn-Hits, kein Hit fehlte beim Musik-Programm.

Die Band verstand es, ihr Publikum zum Schunkeln, Tanzen, Singen, Grölen, Jauchzen und Feiern zu bringen. Und das ließen sich die Karlsfelder Cowboys und Indianer auch nicht zweimal sagen. An den Tischen sah man nur vereinzelt Leute sitzen, und auch nur deshalb, um etwas zu essen oder zu verschnaufen. Auch Bürgermeister Stefan Kolbe und Landrat Stefan Löwl mischten sich unter die Faschingsbesucher.

Lediglich für den Auftritt der Jumpagnes räumten die vielen Partygäste kurz ihre heiß und innig geliebte Tanzfläche.

Zuerst waren die Teenies dran. Danach entführten die Großen ihre Zuschauer zum „Schatz im Martapfahl“. Dorthin, wo die Schoschonen schön wohnen und Indianer und Cowboys sich gute Nacht sagen. Doch der Friede war dahin, als die Cowboys die große Flasche Prosecco von den Indianern stahlen. „Ich, Eure Martha Pfahl, erzähle euch die Geschichte. Als der Mond die Sonne besiegt hat, begann der große Streit.“ Eine Moderatorin führte durch die einzelnen Tänze. Sie glitzerte im goldenen Gewand, ein lebender Marthapfahl sozusagen. Natürlich passte auch musikalisch alles zum Motto: „Cotton Eye Joe“, „Komm, hol das Lasso raus“, „Country Roads“ oder „Bonanza“: Kein einziger Cowboy-und-Indianer-Song fehlte beim Tanzauftritt der Jumpagnes. Eine Zugabe folgte der nächsten, und die Tänzer wurden mit tosendem Applaus belohnt.

Bilder: Westernhelden feiern im Karlsfelder Bürgerhaus

Auch als die Tänzerinnen um zwölf nochmal auf die Bühne kamen, waren die Partygäste Feuer und Flamme. Denn die eingefleischten TSV-Fans wussten schon, was nun auf dem Programm stand: Sie durften selber mittanzen. Die Jumpagnes tanzten vor, die Faschingsgäste taten es ihnen nach.

Selbst danach ging den Hexen, Cowboys, Piloten und Indianern noch lange nicht die Puste aus. Die aufblasbare Sektflasche der Jumpagnes diente nun als Tanzpartner des Sängers der 089-Band, und zu AC/DC und Co. wurde weiter getanzt und gefeiert, bis die Uhr lange nach Mitternacht anzeigte.

Regina Peter

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