Hoher Besuch zum Jubiläum: „Wiege“-Heimleiterin Monika Zimmer (l.) und ihre Stellvertreterin Regina Burkhardt (r.) hießen beim Viva-Voce-Konzert auch Irmgard Badura von der Bayerischen Staatsregierung und Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl willkommen. foto: mw

Die Wiege feiert fulminantes Jubiläum mit „Viva Voce“

Odelzhausen - Groß wurde der 50. Geburtstag der „Wiege" in Odelzhausen gefeiert. Und zum Finale der Jubiläumsfeierlichkeiten gab es jetzt noch einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen: mit der mittelfränkischen A-Capella-Band „Viva Voce".

Über 200 begeisterte Zuhörer wollten sich die grandiose Bühnenshow der fünf Sänger nicht entgehen lassen. Neben vielen Mitgliedern der großen „Wiege“-Familie waren auch Irmgard Badura (Nürnberg), die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung sowie Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl im Publikum.

Das heilpädagogische Heim für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung wurde 1966 von der Kinderkrankenschwester Elisabeth Barth gegründet. Heute bietet das Haus unter der Leitung von Monika Zimmer, der Tochter der Gründerin, Platz für 38 schwerst- und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche.

Seit 18 Jahren steht die ehemalige „Boygroup“, die ihre gemeinsamen Wurzeln im weltberühmten Windsbacher Knabenchor hat, nun schon auf der Bühne. Heute ist „Viva Voce“ eine der angesagtesten und erfolgreichsten A-Capella-Bands in der deutschsprachigen Kultur- und Theaterwelt.

Mit ihrem neuen Programm „Ego“ sangen und blödelten sich die „fünf Stimmen und drei Bärte“ alias Heiko Benjes, Bastian Hupfer, David Lugert, Mateusz Phouthavong und Jörg Schwartzmanns gut zweieinhalb Stunden lang durch einen Konzertabend der absoluten Spitzenklasse. In ihren Eigenkompositionen nahmen die fünf Sänger aus der Ich-Perspektive die Auswüchse des Zeitgeistes in all ihren Facetten auf die Schippe - mit Witz, Charme und Humor. Evergreens und aktuelle Chart-Hits ergänzen das Programm, in dem auch leise, nachdenkliche und bisweilen melancholische Töne Platz finden: „Es braucht immer einen, der nach vorne strebt, der die Segel setzt.“

Abgerundet wurden die virtuosen Gesangsdarbietungen mit ihrer komplett mundgemachten Instrumental- und Rhythmusbegleitung von einer perfekten Sound- und Lichtperformance. Zu den stärksten Nummern des Programms zählten David Lugerts grandiose Max-Raabe-Parodie als Alpenrocker Hubert von Goisern („Brenna tuat ’s guat “), sowie der musikalische Wettstreit zwischen Enrico Caruso („O sole mio“) und Elvis Presley („ It ’s Now or Never “), der dem verwirrten Begleitorchester viel Flexibilität abverlangte.

(mw)

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