Starker Ersatzlibero: Tim Noack wird sich erneut um die Annahme kümmern. Foto: hae

ASV will Gesetz der Serie außer Kraft setzen

Dachau - Mission impossible? Der Volleyball-Zweitligist ASV Dachau bestreitet am Sonntag um 16 Uhr das Auswärtsspiel bei der TG 1862 Rüsselsheim (Walter-Köbel-Halle).

Dort gab es für die Stadtwälder in den vergangenen Jahren nicht viel zu holen, meist traten die ASV-Herren die Heimreise mit einer Niederlage im Gepäck an.

Das Gesetz der Serie prognostiziert den Volleyballern des ASV Dachau also eine weitere Niederlage. In den vergangenen Jahren gewannen die Dachauer zwar immer ihre Heimspiele gegen die TG, in den Auswärtsspielen gab es aber in der Regel nichts zu ernten. Der ehemalige Dachauer Jugendspieler und Ex-TG-Akteur Peter Wellbrock brachte es in der vergangenen Saison auf den Punkt: „Ich komme immer gerne nach Dachau zurück, allerdings nicht wegen Volleyball. Wir verlieren hier immer, dafür habe ich gegen den ASV Dachau in Rüsselsheim immer gewonnen.“

Von einem „Duell auf Augenhöhe“ spricht Dachaus Trainer Marc Fertig: „Ich denke, beide Teams haben eine gute Chance auf den Sieg.“ Sein Rüsselsheimer Kollege Klaus-Jürgen „Claude“ Weber ließ nach der Niederlage seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen Leipzig (1:3) verlauten, dass man mit dem Spiel gegen Dachau wieder auf die Siegerstraße einbiegen werde. Gegen Leipzig ärgerten sich der Rüsselsheimer Trainer und dessen Assistent Thilo von Hagen über die hohe Fehlerquote im Aufschlag; dies soll sich gegen Dachau ändern. Mit den Angriffsleistungen waren die Hessen zufrieden, kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Rüsselsheim mit dem ehemaligen All-Star-Spieler Johann Löwen einen der besten Außenangreifer der 2. Liga Süd in seinen Reihen hat.

Und eben dieser Löwen bereitet Dachaus Trainer Marc Fertig die größten Sorgen: „Ihn müssen wir irgendwie in den Griff bekommen. Schaffen wir das, steigen unsere Siegchancen“, analysiert der Dachauer Übungsleiter. Mit taktisch gutem Blockspiel sollen Löwen und dessen TG-Angreiferkollegen unter Kontrolle gebracht werden. Zudem muss die Annahme um den zuletzt starken Aushilfs-Libero Tim Noack wieder sicher stehen, damit der ASV, wie beim jüngsten Sieg gegen Waldgirmes (3:0), seinen Angriffswirbel entfachen kann.

Allerdings fährt der ASV Dachau - nicht zum ersten Mal - nur mit sieben Spielern zu einer Auswärtspartie. Neben dem noch an einem Bänderriss laborierendem Libero Thomas Dorfmeister fällt erneut Markus Noack wegen anhaltender Knieprobleme aus. Da die zweite Mannschaft ebenfalls an diesem Wochenende im Einsatz ist, wird kein weiterer Spieler zur Verfügung stehen. (hae)

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