Windrad bei Kammerberg: letzte rechtliche Hürde genommen

Kammerberg - Proteste hin, Ärger her - das Windrad bei Kammerberg hat die nächste wichtige Hürde genommen: Rechtlich ist das Projekt der BEG (BürgerEnergieGenossenschaft) nicht mehr zu verhindern.

Wie BEG-Vorstand Martin Hillebrand gestern schriftlich mitteilte, hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) Rechtsmittel gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts nicht zugelassen. Hillebrand: „Der Inbetriebnahme des Bürger-Windrads Kammerberg steht nichts mehr im Wege.“

Im Februar dieses Jahres lagen zwei Klagen von Bürgern gegen das Windrad-Vorhaben im Weißlinger Holz vor. Eine davon wurde während der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht zurückgezogen, weil die Aussicht auf Erfolg gegen Null tendierte.

Die andere Klage, in der es um die Schallimmissionen in Weißling ging, wurde zwar verhandelt, vom VG allerdings auch abgewiesen. Gegen diese Entscheidung war dann Berufung eingelegt worden. Die wurden nun vom VGH endgültig abgewiesen.

Wie Hillebrand aus dem VGH-Schreiben zitiert, habe das Gericht als Begründung für die Abweisung der Berufung nicht nur die Rechtmäßigkeit der Genehmigung unterstrichen. Die VGH-Richter hätten auch ausgeführt, dass „schon bei einem Abstand von 250 Metern zu Windkraftanlagen im Allgemeinen keine erheblichen Belästigungen durch Infraschall mehr zu erwarten sind“. Wie die BEG betont, seien die nächstgelegenen Gemeinden 980 Meter (Weißling), 1200 Meter (Lauterbach) und knapp 1500 Meter (Kammerberg) vom Windrad entfernt.

Das wächst derweil in die Höhe und soll noch im Herbst in Betrieb gehen. Für die BEG ist das Windrad, gegen das es erst kürzlich beim Tag der offenen Baustelle vor rund zwei Wochen laute Proteststürme gab, ein wichtiger Baustein für die dezentrale Energiewende vor Ort.

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