Katja Buchta ist Projektleiterin Energie. ch

„Wir haben uns das anfangs anders vorgestellt“

Vierkirchen - Die Projektleiterin Energie Katja Buchta hat einen Tätigkeitsbericht im Vierkirchner Gemeinderat abgelegt - der sehr umfangreich war. Einige Gemeinderäte hatten aber bei der Energieeinsparung deutlich mehr konkrete Ergebnisse für die Gemeinde erwartet.

Seit zwölf Monaten ist die Projektleiterin Energie Katja Buchta für die Gemeinden Vierkirchen, Petershausen, Haimhausen und für den Landkreis im Amt. Unter anderem wurde das hohe Energieeinsparpotential in der Gemeinde als großes Ziel anvisiert. Die auf zwei Jahre befristete Stelle führte damals zu langen Diskussionen im Gemeinderat Vierkirchen, weil nicht alle Kommunen im Landkreis mitmachen und außerdem die Energiewende „von oben“ kommen sollte.

Über ihre Aktivitäten im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen den drei Gemeinden, dem Landkreis, Dachau AGIL und dem Freien EnergieForum informierte jetzt Buchta die Gemeinderäte. Erfolgreich war ihr Förderantrag für die Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für die drei beteiligten Gemeinden, das mit 40 755 Euro bezuschusst wird. Im gemeindlichen Aufgabenbereich erarbeitete sie Klimaschutzleitbilder, wobei in Petershausen schon einiges umgesetzt wurde wie „Petershausen saniert“. Alle Projekte könnten auch auf Vierkirchen übertragen werden, betonte Buchta.

In Vierkirchen gebe es auf Grund der schwierigen Datengrundlage noch keinen Energiebericht, erklärte die Energiemanagerin.

„Sind wir zu passiv und die anderen Gemeinden aktiver?“, fragte Mario Eichinger (SPD) nach dem Bericht von Buchta. „Unterm Strich ja“, räumte Bürgermeister Harald Dirlenbach (SPD) ein. „Eventuell fehlt es an Impulsen von uns.“ Die Projekte von Petershausen und Haimhausen seien Thema der nächsten Fraktionssitzung, kündigte Dirlenbach an. Die Gemeinde würde von den anderen Projekten in jedem Fall profitieren.

Konkrete Einsparmaßnahmen hatten sich Gerhard Pechler und Josef Schindlbeck (FWG Pasenbach) für Vierkirchen erwartet. Eine Einsparung der Energie um 30 Prozent habe man der Gemeinde in Aussicht gestellt, sagte Schindlbeck. Der Schwerpunkt der Arbeit der Projektleiterin sei Petershausen gewesen; Vierkirchen sei zu kurz gekommen.

Auch Pechler hatte sich konkrete Aktionen erhofft wie Änderungen bei der Straßenbeleuchtung oder eine Hilfestellung für den SC Vierkirchen. Als Vereinsvorsitzender hatte er angefragt, wie der SCV bei den Stromkosten mit 24 000 Euro und Heizkosten mit 34 000 Euro einsparen könnte.

„Wir haben uns das anfangs anders vorgestellt“, erklärte Dirlenbach. Aber die Arbeit von Buchta entspräche voll den Aufgaben des Kooperationsvertrages. Auch sei die Vorarbeit für das Klimaschutzkonzept ein großes Aufgabenfeld gewesen. Für weitere konkrete Maßnahmen wäre eine volle Stelle für Vierkirchen erforderlich gewesen. Die Ermittlung der Heizkosten der öffentlichen Einrichtungen sei bisher nicht möglich gewesen, da die Abfrage zu spät angelaufen sei, so der Bürgermeister. Dies werde noch erledigt.

Aber erfolgreich seien beim turnusmäßigen Wechsel die Peitschenlampen bei der Straßenbeleuchtung von zwei auf eine energiesparende reduziert worden. Im Jahr bringe das eine Ersparnis der Stromkosten mit 15 000 Euro.

Zufrieden mit dem Ergebnis der Projektleiterin äußerten sich Martin Seitz und Michael Grimmer ( beide SPD) sowie Wolfgang Herzberg (CSU). Grimmer: „Wir sind erst am Anfang eines Prozesses, der länger dauert.“

Als nächstes wird ein Fachbüro das Klimaschutzkonzept erstellen. Auftaktveranstaltung für alle beteiligten Kommunen ist am 20. Januar.

(ch)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Vhs ist trotz Corona guter Dinge
Bei der Mitgliederversammlung der Vhs Bergkirchen sind die Verantwortlichen überrascht, wie gut das Online-Angebot läuft.
Die Vhs ist trotz Corona guter Dinge
Altlandrat Christmann im Verwaltungsrat der Sparkasse
Diese Personalie kommt überraschend: Die Regierung von Oberbayern hat Altlandrat Hansjörg Christmann für den Verwaltungsrat der Sparkasse Dachau ausgewählt.
Altlandrat Christmann im Verwaltungsrat der Sparkasse
„Bei den Bürgern ist er sehr beliebt“
Für den Röhrmooser Behindertenbeauftragten Josef Schmid gab es viel Lob. Bürgermeister Dieter Kugler hat ihn nun verabschiedet.
„Bei den Bürgern ist er sehr beliebt“
Auf einen Blick sehen, wo es Regionales gibt
Verbraucher und Landwirte auszusöhnen, Verständnis füreinander aufzubringen und gemeinsam Regionalität und Artenvielfalt im Landkreis unterstützen. Das ist das Ziel …
Auf einen Blick sehen, wo es Regionales gibt

Kommentare