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Bezugstermin offen: die fast fertige Containersiedlung am Wertstoffhof in Haimhausen.

Einzug der Flüchtlinge verzögert sich

Lieferproblem für Wohncontainer in Haimhausen

Haimhausen - Die Wohncontainer am Wertstoffhof in Haimhausen stehen bereits. Doch aufgrund der großen Nachfrage an Einrichtungsgegenständen und Küchengeräten für Wohncontainer gibt es Lieferprobleme bei der Innenausstattung.

Nun stehen zwar die Unterkünfte, aber sie können derzeit nicht eingerichtet werden. Der Einzug wird sich um einige Wochen verschieben. Das ist aber nicht die einzige Planänderung. In der Bürgerversammlung im September sprach der Landrat noch von 75 minderjährigen Flüchtlingen, die in Haimhausen ein Zuhause finden sollen. Doch die Erfahrungen in der Gemeinde Weichs, wo die Hälfte der untergebrachten jungen Menschen weggelaufen und nicht wiedergekommen sind, ließ die Unterbringung von Jugendlichen auf dem Land nochmal überdenken.

„Die jungen Leute waren zuvor in München in Kasernen untergebracht. Das war sicher keine sehr wohnliche Lösung, und man dachte, in den Wohncontainern hätten sie hochwertigeren Wohnraum. Ich vermute, die Jugendlichen legen weniger Wert auf Komfort. Sie fanden es super, in der Stadt zu wohnen und wollten auf keinen Fall in ein Dorf, wo nichts los ist“, vermutet Bürgermeister Peter Felbermeier. „Die Flüchtlinge sind nicht eingesperrt und können hingehen, wo sie wollen. Wenn sie nicht mehr zurückkommen, kann sie keiner zur Umkehr zwingen.“

Wie es in Haimhausen weitergeht, ist noch ungewiss. Es werden dem Vernehmen nach die Asylbewerber nicht vor Mitte November einziehen können. Ob es dann Jugendliche sind, wird sich erst kurz vor der Ankunft zeigen. Auch die Verwaltung und der Bürgermeister müssen abwarten, was passiert. „Sicher ist nur, dass nichts sicher ist“, meinte Peter Felbermeier und harrt der Dinge, die da kommen mögen.

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