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Weniger Kosten für mehr sozialen Wohnungsbau

Dachau - Die Wohnungsbaugesellschaft mbH hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit dem wurde sofort ein wichtiges Detail geändert: Die Kostenbeteiligung der Gemeinden. Warum? Um dem sozialen Wohnungsbau größere Chancen einzuräumen.

Statt bisher mit 15 Prozent sollen sich die Gemeinden ab jetzt mit 10 Prozent bei Neubauprojekten der Wohnungsbaugesellschaft beteiligen - das hat die Gesellschaft in ihrer ersten konstituierenden Sitzung mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, Landrat Stefan Löwl (siehe Kasten), beschlossen. Mit der Hoffnung, dass die Gemeinden dann „eher bereit“, so Geschäftsführer Leonhard Liegsalz, zu solchen Projekten sind.

Grundsätzlich läuft es bei der Wohnungsbaugesellschaft so, dass eine Mitglieds-Gemeinde der Gesellschaft ein Grundstück anbietet, die Gesellschaft darauf ein Haus für den sozialen Wohnungsbau baut, und die Gemeinde diesen Bau auch noch finanziell unterstützt - eben jetzt mit 10 Prozent. Das soll ein „zusätzlicher Impuls“ für die Gemeinde sein - schließlich macht es für eine Gemeinde einen großen Unterschied, ob man einem Fünf-Millionen-Euro-Projekt 750 000 oder 500 000 Euro zuschießt, betont Liegsalz.

Und der soziale Wohnungsbau wird immer wichtiger. „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum hat sich in den letzten Jahren wesentlich verstärkt“, erklärt Liegsalz. Normal- und Niedrigverdiener haben laut Liegsalz derzeit am freien Markt kaum eine Chance auf eine Wohnung, die ihren Einkommensverhältnissen entspricht. Deshalb sei die Wohnungssituation nach Ansicht aller Aufsichtsratsmitglieder eine der dringendsten Aufgaben, die derzeit im Ballungsraum München und damit ganz besonders auch im Landkreis Dachau zu lösen sind.

Für die Wohnungsgesellschaft wiederum, die durch die niedrigere Beteiligung der Gemeinden logischerweise mehr Geld in jedes Bauprojekt fließen lassen muss, ist das derzeit „nicht so tragisch“, so Liegsalz. Sie muss für die Bauprojekte Kredite aufnehmen, und bei dem derzeit sehr niedrigen Zinssatz ist diese Folge „zu verschmerzen“. Sollte sich die Situation beim Zinsniveau wieder verändern, könne man den Beschluss „jederzeit wieder ändern“, betont Liegsalz.

Nun hofft die Wohnungsbaugesellschaft jedenfalls auf eine Reaktion der Gemeinden - und mehr Sozialwohnungen. „Der Beschluss des Aufsichtsrates der Wohnungsbaugesellschaft ist ein wichtiger Schritt in dieser Richtung“, sagte Löwl dazu. „Jetzt sind die Gesellschaftergemeinden gefordert, diesen Beschluss auch mit Leben zu erfüllen.“

Doch das kann noch dauern: Der Beschluss wurde jetzt gefasst, dann erfahren davon die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden, die wiederum müssen mit dem Gemeinderat überlegen, ob sie ein Grundstück zur Verfügung haben und ob sie überhaupt Geld für irgendeinen Zuschuss haben, erklärt Liegsalz: „Das ist ein längerer Prozess.“

Nina Praun

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