Der Vorstand des Katholischen Burschen- und Mädchenvereins mit Vorsitzender Kathi Riedmair (links), Kassier Christian Michal (Zweiter von links) und dem zweiten Vorsitzenden Dominik Schlabitz (rechts) freute sich über seine friedliche Woidparty. Foto: Rabl

Anwohnern war es zu laut

Woidparty hat nicht nur Fans

Hebertshausen - Die Woidparty des Katholischen Burschen- und Mädchenvereins Hebertshausen war laut Aussagen der Veranstalter ein voller Erfolg. Hunderte Besucher feierten friedlich bis in die frühen Morgenstunden. Einigen Hebertshausern allerdings war die Party zu laut.

Die diesjährige Woidparty des Katholischen Burschen- und Mädchenvereins Hebertshausen im Lehrerwald hinter der Schule war nach Aussage des Vorstands ein voller Erfolg. Zeitweise hielten sich bis zu 400 Gäste auf der zum Partyraum umfunktionierten Waldlichtung auf.

Scheinwerferlichter zuckten durch die Nacht und aus den Lautsprechern, die an den Bäumen ringsherum platziert waren, drang unüberhörbarer Diskosound. Auch im Dorf konnte man die Musik bis nach Mitternacht hören. Aber der Vorstand des Burschen- und Mächenvereins hoffte wie jedes Jahr auf das Verständnis der Hebertshauser. „Es ist ja nur einmal im Jahr unsere Woidparty mit der lauten Musik“.

Die Gäste saßen oder standen auf der Lichtung und bedienten sich an der langen Theke mit Getränken aller Art. An der Grillstation brutzelten Fleisch und Würste zur Stärkung. Auch Anwohner gesellten sich unter die Partygäste. Sie bekamen die Musik ja sowieso hautnah zu Hause mit, da gingen sie doch gleich selbst hin. Besonders freuten sich die Veranstalter, dass die Party friedlich über die Bühne ging. Alle Gäste brachten gute Laune mit und tanzten und ratschen bis weit nach Mitternacht. Wie Christian Michal vom Burschen- und Mädchenverein betonte, ist die Ausrichtung ihrer Party auch mit viel Arbeit verbunden.

Viele Mitglieder hatten bereits im Vorfeld eine Menge Arbeit um den „Partyraum“ herzurichten. Viel Arbeit wartete dann aber auch wieder am Tag danach um Tische, Bänke, Theken und die Bühne wieder abzubauen, den Abfall zu beseitigen.

Am Sonntagabend war laut Vereinsangaben mit Hilfe von vielen Mitgliedern die Arbeit erledigt und alles wieder in seinen Zustand versetzt. Kaum vorstellbar, dass in der Nacht zuvor dort noch „Partytime“ war!

Kaum zu glauben, dass eine derartige Veranstaltung genehmigt wird, fragten sich dagegen die Hebertshauser Bürger Silke Huber und Michael Frank. Der Wald-Erlebnispfad ist nach Meinung Hubers nicht dazu geeignet, Partys zu veranstalten. „Es wird alles kaputt getreten und zertrampelt“, schimpft sie. Vom Lärm, der „die Einwohner die ganze Nacht wach hielt, ganz zu schweigen!“

Michael Frank, der nach eigenen Worten ebenfalls unter dem Lärm der Veranstaltung gelitten hat, glaubt den Grund dafür zu kennen, dass die Party in der Ortsmitte genehmigt wurde: „Der Bürgermeister und die zuständigen Gemeindemitarbeiter wohnen nicht im Ort und bekommen von dem Krach natürlich nichts mit.“ Frank fände es daher gut, eine derartige Open-Air-Veranstaltung künftig an den Ortsrand zu verlegen, etwa an den Sportplatz.

Was Silke Huber besonders aufregt: dass die Woidparty-Macher auch noch beglückwünscht wurden: „Schee war’s. Habt’s echt guad gmacht“, etwa schrieb CSU-Bürgermeisterkandidat Richard Reischl auf die Facebook-Seite der Veranstaltung. Huber sagt dazu nur noch: „Na dann gute Nacht!“

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