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Wolfs Wechseltrick erweist sich als Volltreffer

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Volleyball
Einen souveränen Auftritt legten Samuel Sadorf & Co. in München hin. © BRUNO HAELKE

München/Dachau – Klare Sache. Das Volleyball-Drittligateam des ASV Dachau hat in der Vorrundengruppe Ost 2 das Auswärtsspiel beim VC DJK München-Ost/Herrsching II glatt mit 3:0 (22, 16, 19) gewonnen. In der Tabelle belegt der ASV Dachau hinter dem TSV Friedberg, der ein Spiel mehr absolviert hat als die Stadtwälder, den zweiten Platz. Nach drei Wochen Pause war der jungen Dachauer Mannschaft anzumerken, dass ihr der Spielrhythmus fehlt.

Zum besten Spieler (MVP) des Gästeteams wurde am Samstag ASV-Zuspieler Luca Russelmann gekürt.

ASV-Trainer Patrick Steuerwald hatte bereits in der Woche vor dem Match gewarnt: „Der fehlende Spielrhythmus tut einer jungen Mannschaft nicht gut – und wir haben eine junge Mannschaft. Die Aussage des ehemaligen Nationalspielers im Interview mit der Heimatzeitung erwies sich als richtig.

Es spricht allerdings für die Stadtwälder, dass sie trotz Sand im Getriebe einen 3:0-Sieg einfahren konnten. Ein einmal mehr entscheidender Faktor war Kapitän Vincent Graven, der zwar nicht in der Startformation stand, nach seinen Einwechselungen das Match aber jeweils in die richtige Richtung drehte.

Dabei bediente sich ASV-Coach Sepp Wolf eines raffinierten Kniffs, denn er wechselte den etatmäßigen Außenangreifer Graven als Mittelblocker im Hinterfeld ein. Dadurch gewann die Annahme des ASV Dachau an Stabilität – und zusätzlich hatte man noch eine Waffe für den Hinterfeldangriff zur Verfügung. In den den Sätzen eins und drei machte sich dieser Auswechselungstrick positiv bemerkbar.

Aufschlagprobleme ärgern Trainer Wolf

Die Dachauer hatten allerdings ihre Probleme mit dem Aufschlag. „Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Wir haben schlecht serviert“, attestierte Wolf seiner Mannschaft ein schlechtes Zeugnis in der eigentlichen Paradedisziplin. Gegen die erfahrene Mannschaft des Gastgebers landeten die Sprungaufschläge entweder im Netz oder sie segelten ins Aus. Und traf ein Sprungaufschlag mal das Ziel, sprich: das Areal auf der anderen Seite des Netzes, dann landete allzu häufig bei einem der starken Annahmespieler des Gegners.

Doch es gab auch eine Ausnahme im Gästeteam: Tobias Besenböck. Der Diagonalangreifer ist die Zuverlässigkeit in Person, sei es im Aufschlag oder im Angriff. Der Sohn des einstigen ASV-Kult-Zuspielers und Ex-Nationalspielers „Gogo“ Besenböck wurde vor nicht allzu langer Zeit vom Spielmacher zum Diagonalangreifer umgeschult: Eine Maßnahme, die bereits jetzt Früchte trägt. Dabei steht der 19-jährige, 1,90 Meter große Diagonalangreifer erst am Anfang seiner Karriere.

Im Eröffnungssatz geriet das Team um Mittelblocker Moritz Teichmann schnell mit 4:8 in Rückstand, entsprechend musste Coach Sepp Wolf, der Patrick Steuerwald vertrat, früh die erste Auszeit nehmen.

Beim Stande von 17:16 für den Gastgeber wurde „Vinci“ Graven für Marcus Rupprecht eingewechselt – und schon kippte das Spiel. Beim 23:19 für den ASV gab es den Rückwechsel und die Dachauer sicherten sich den Satz mit 25:22. Im zweiten Durchgang zeigten die Dachauer Schmetterkünstler dann endlich ihr ganzes Können: Mit 25:16 gewann der ASV diesen Spielabschnitt im Eiltempo.

Der dritte Satz verlief ähnlich wie der Auftaktsatz. Der Gastgeber gestaltete das Match lange Zeit offen, und beim Stand von 17:17 kam tatsächlich so etwas wie Spannung auf. Doch die Dachauer Youngster blieben cool, sie sicherten sich den Satz mit 25:19 und somit das Match mit 3:0.

In der Endrunde will der ASV zuschlagen

Die Dachauer Volleyballer bleiben mit dem Sieg weiter im Rennen um das Play-Off, auch wenn die Niederlage am Grünen Tisch gegen Friedberg (wir berichteten) noch immer schmerzt.

Allerdings sollten die Stadtwälder bei weiterhin konstanten Leistungen die Vorrunde überstehen und sich so für das Play-Off qualifizieren. Gelingt das, will man den Sprung in die Zweite Liga mit aller Konzentration in Angriff nehmen.

Stenogramm

ASV Dachau: Fabian Bergmoser, Tobias Besenböck, Vincent Graven, Jeremy-Jay Krogull-Hull, Dominik Langbein, Luca Russelmann, Samuel Sadorf, Paul Schreiner, Moritz Teichmann, Samuel Weller, Marcus Rupprecht, Max Walk. Trainer: Sepp Wolf

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