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Buntes Bild mit bunten Bildern: Zita B. Riedl (Vierte von links) mit ihren Malschülern.

Kunstkreis Karlsfeld

Selbstbewusste Malschüler

Karlsfeld - Abstrakt, farbenfroh und dynamisch sind die meisten Werke, die von heute an in der Galerie des Karlsfelder Kunstkreises zu sehen sind. Sie stammen von zehn Malschülern. Und die sind erstaunlich selbstbewusst.

„Ungleich – Ausgeglichen“ heißt die neue Ausstellung in der Galerie am Drosselanger beim Karlsfelder Kunstkreis, die am heutigen Freitag um 19 Uhr eröffnet wird. Sie zeigt Arbeiten von zehn Schülern des Malstudios Riedl in der Rothschwaige.

Wie der Titel schon sagt, gleicht kein Werk dem anderen und doch wirken die Bilder harmonisch nebeneinander. Es ist die fünfte Ausstellung, in der Kunstpädagogin Zita B. Riedl Arbeiten ihrer Malschüler zeigt.

Dieses Mal ist es jedoch anders. Früher zierten viele Bilder von sehr vielen ihrer Schützlinge die Wände der Kunstkreis-Galerie. Diesmal beschränkt sich die Präsentation auf weniger Bilder von nur zehn Schülern zwischen 16 und 34 Jahren: Alena Müller-Hörmann, Alex Kellerer, Glenn Knapp, Ilka Sander, Isabel Rubik, Jana Schambeck, Julian Frank, Nicola Kanthak, Sabrina Kanthak und Veronica Schier. „Es ist das erste Mal, dass wir uns richtig präsentieren können“, erklärt Jana Schambeck die Vorzüge der Ausstellung.„Ungleich – Ausgeglichen“ wirkt übersichtlicher und professioneller als die Ausstellungen davor.

Die meisten der Werke – hauptsächlich Acryl auf Leinwand – sind abstrakt, farbenfroh und dynamisch. Riedl bezeichnet die zehn jungen Künstler „als besonders talentiert“. Die Arbeiten sind alle vor kurzem bei den Mal-Treffen entstanden. Diese Treffen dauern zwei bis drei Stunden und finden einmal wöchentlich statt. Es gibt jedoch Teilnehmer, die kommen aus beruflichen Gründen nur einmal im Monat.

Wie die 34-jährige Alena Müller-Hörmann. Sie ist schon seit über 20 Jahren beim Malstudio dabei. „Mir macht das Malen einfach Spaß, genau wie die Ergebnisse.“ Eltern, Brüder und Freunde haben alle mindestens ein Bild von ihr in der Wohnung hängen. Eines, das vom Bruder „schon sehnsüchtig erwartet wird“, hängt jetzt noch in der Galerie.

Neonfarbene gerade Formen und Linien zieren die großformatige Leinwand. Müller-Hörmann verkauft ihre Bilder bei der Ausstellung nicht, anders als andere. Bei einer Besprechung sagen Isabel Rubik und Jana Schambeck selbstbewusst: „Wir verkaufen alle unsere Bilder.“ Die beiden malen bei Riedl seit dem Grundschulalter. Die heute 23- und 24-jährigen Studentinnen verarbeiten in ihren Gemälden Gedankengänge und Gefühle, die sie aktuell beschäftigen. Sie genießen das monatliche Mal-Treffen, „weil wir uns aktiv Zeit nehmen, um zu malen“.

Die beiden sind in derselben Mal-Gruppe, doch nicht alle der Aussteller kannten sich zuvor. Zita B. Riedl hat aktuell fünf Gruppen. Da galt es sich zunächst einmal sich kennenzulernen. Als Gemeinschaftsprojekt zeichneten die Teilnehmer ihre eigenen Portraits auf ein Stück weißen Stoff, der nun „wie eine Litfasssäule im Raum steht“, erklärt Riedl.

Glenn Knapp, einer der zwei männlichen Künstler aus der Gruppe, begann mit elf Jahren bei der Kunstpädagogin zu malen. Seine Gemälde von Gesichtern oder dem Comic-ähnlichen Bild einer Biene stechen aus der Menge heraus. „Ich bin dabei meinen eigenen Stil zu entwickeln“, sagt er. Früher habe er nur nach Themen gemalt, doch nun male er frei heraus. Er bleibe wohl noch viel länger dabei.

Die Ausstellung

„Ungleich – Ausgeglichen“ in der Galerie-Kunstwerkstatt am Drosselanger in Karlsfeld ist nach der Eröffnung an den Wochenenden 4. und 5. Juni sowie 11. und 12. Juni jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Miriam Kohr

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