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Zirkuskünstler in vier Tagen

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Überglücklich strahlten die 125 jungen Artisten der Grundschule Petershausen am Ende ihrer Zirkus-Gala, weil sie all ihre Nummern und Kunststücken bewältigt hatten.
Überglücklich strahlten die 125 jungen Artisten der Grundschule Petershausen am Ende ihrer Zirkus-Gala, weil sie all ihre Nummern und Kunststücken bewältigt hatten.

Petershausen - Akrobat, Jongleur oder Fakir - die Kinder der Grundschule Petershausen haben in einer großen Gala ihre Talente gezeigt. Und das mit nur vier Tagen Vorbereitung.

Ein Sommerprojekt der Extraklasse haben die Kinder der Grundschule Petershausen in der letzten Schulwoche vor den Ferien auf die Beine gestellt: Eine Woche lang wehte Zirkusluft durch die Schule. 125 Kinder aus sechs dritten und vierten Klassen trainierten von Montag bis Donnerstag und zeigten in einer Gala ihr Können.

Kurz vor Beginn der Gala ging über Petershausen noch ein so starkes Gewitter hernieder, dass die Verantwortlichen darum bangen mussten, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann. Doch der Regen war rechtzeitig wieder vorbei, die Zirkuspädagoginnen schnappten sich Wischmops und Scheuerlumpen, und schafften es, die Manege wieder trocken zu bekommen. So konnte die Vorstellung mit viertelstündiger Verspätung doch beginnen.

Eineinhalb Stunden lang brillierten die jungen Artisten als Jongleure, Trapez- und Ringe-Künstler, sprangen zu fünft als Indianer und Cowboys geschminkt durch ein großes Seil, liefen über Glasscherben oder ein Nagelbrett oder legten sich gleich zu zweit darauf. Improvisation und Illusion waren gefragt bei den Hawaiianischen Surfern, den Gewichthebern oder bei den Mädchen mit den Schlangenbeinen. Begeistert feierten die 350 Galagäste die Zirkusartisten.

Denn es war schon erstaunlich, was die Kinder unter Anleitung der sieben Zirkuspädagoginnen vom Circus Krullemuck des Vereins Echo e.V. in vier Tagen zuwege brachten - obwohl erschwerend hinzu gekommen war, dass die Kinder nicht etwa freie Wahl hatten, was sie aufführen wollten. Schulleiterin Ulrike Schneider-Güll berichtete, dass die einzelnen Aufgaben und Nummern verlost wurden. „Da gab es schon so manche Tränen und den Ausspruch: ‚Ich kann das nicht.’“, erzählte Schneider-Güll. „Um so schöner war es dann zu sehen, wie glücklich alle strahlten, als sie dann doch alles so toll geschafft haben.“

Für das Projekt engagiert hatte sich finanziell der Förderverein Sonne mit 3000 Euro, und auch die Eltern halfen viel: Die Väter hatten trotz Hitze ein eigenes Zelt auf dem Schulsportplatz auf- und abgebaut, und einige Mütter opferten teilweise eine ganze Woche, um die Kinder zu betreuen. Die sieben Zirkuspädagoginnen vermittelten den Kindern das nötige Know-how, aber auch der Hausmeister und die Gemeindearbeiter trugen ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei. Sparkasse und Raiffeisenbank hatten sich zusammen mit 2400 Euro an der Gala beteiligt.

Schneider-Güll bedankte sich und verteilte Blumen oder auch Gutscheine. Damit auch die Kleinen in den Jahrgangsklassen eins und zwei etwas Zirkusluft schnuppern durften, gab es auch für sie am fünften Tag noch Zirkusworkshops und eine Mini-Gala am Freitagspätvormittag. Auch hier staunten die Zuschauer, wie schnell die Kinder die Zirkuskunststückchen gelernt haben.

(rds)

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