Edgar Haniel ist im Alter von 79 Jahrengestorben.     Foto: privat

Nachruf auf Edgar Haniel von Haimhausen

Er war der ruhende Pol der Familie

Edgar Haniel von Haimhausen ist tot. Der ehemalige Inhaber der Schlossbrauerei verstarb vergangenen Donnerstag im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

Haimhausen „Ihm ging es schon seit einem Jahr schlecht, aber sein Tod kam für uns alle sehr schnell und überraschend“, sagt seine Frau Dörthe Haniel.

Edgar Haniel kam am 2. August 1938 in München zur Welt und wuchs im väterlichen Schloss Haimhausen auf. Auf seinen Adelstitel bildete er sich aber nie etwas ein. „Er war immer sehr bescheiden und hat seinen Titel nie ausgenutzt“, beschreibt ihn seine Frau.

Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Münchner Firma Lodenfrey zog es ihn beruflich ins Rheinland, wo er seine spätere Frau Dörthe kennen und lieben lernte und: sie im Jahr 1969 auch heiratete. Lange hielt es das Paar aber nicht in Nordrhein-Westfalen. Seine Frau erinnert sich: „Er hat sich immer als Bayer und vor allem als Haimhauser gesehen. Deswegen war für ihn klar, dass er wieder zurück in seine Heimat wollte.“ Dörthe Haniel hatte nichts dagegen einzuwenden, und so zog die kleine Familie zurück nach Haimhausen.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Edgar Haniel, selbst schon fast im Rentenalter, die Schlossbrauerei Haimhausen und führte diese viele Jahre im Sinne der Familie weiter.

Die heimatliche Wiese vor dem Schloss war die Keimzelle seiner größten Leidenschaft. Von frühester Kindheit an entwickelte er eine große Liebe zum Sport, ganz besonders der Fußball hatte es ihm angetan. Und so verbrachte er als Kind und Jugendlicher unzählige Stunden auf Wiesen und Bolzplätzen, um dem runden Leder nachzujagen. Zusammen mit seinen Altersgenossen gründete der glühende Fan des TSV 1860 München eigene Mannschaften, die in kleinen Wettkämpfen gegeneinander antraten.

Eine schwere Sportverletzung beendete zwar die aktive Fußballkarriere des jungen Edgar Haniel. Seine Begeisterung für den Fußball ließ ihn aber nicht los – und ebenswenig der Wunsch, anderen ehrenamtlich zu helfen. Deshalb engagierte er sich über viele Jahre als Kassier für den SV Haimhausen, dessen Heimspiele er nach Möglichkeit immer besuchte.

Aber nicht nur der Fußball, sondern auch die Politik war ein Thema, das ihn immer bewegte. „Er konnte stundenlang Zeitung lesen und verfolgte das politische Geschehen immer ganz genau. Ein eigenes parteipolitisches Engagement kam für ihn aber nie in Frage“, erzählt seine Frau. Haimhausens Bürgermeister Peter Felbermeier meint anerkennend über den Verstorbenen: „Er war für uns immer ein wichtiger Ansprechpartner, aber er hat sich parteipolitisch immer neutral verhalten.“

Wichtiger als alles andere war für ihn seine Familie. Zu seinen drei Kindern Anette, Christoph und Monika sowie seinen fünf Enkelkindern pflegte er ein inniges und liebevolles Verhältnis, und in hektischen Zeiten war er immer der ruhende Pol, auf den sich alle verlassen konnten. Er hinterlässt eine große Lücke sowohl in der Famile, als auch in der Gemeinde Haimhausen. thomas benedikt

Der Gottesdienst

findet am Samstag, 13. Januar, um 10 Uhr in der Schlosskapelle Haimhausen statt. Im Anschluss daran ist die Beerdigung auf dem Haimhauser Friedhof.

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