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Zunächst nur modernisieren

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Hilgertshausen - Ob in Hilgertshausen oder Tandern, beide Abwasseranlagen sind sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat musste nun die Weichen stellen für entsprechende Maßnahmen.

Das Abwasserrecht für Hilgertshausen läuft nur noch bis Februar 2014. Etwas mehr Zeit lässt das Wasserwirtschaftsamt für die Anlage in Tandern, die noch bis 2017 eine abwasserrechtliche Genehmigung hat.

So hatte sich der Gemeinderat jetzt zu entscheiden, wie man vorgehen will. Bürgermeister Hans Kornprobst zeigte auf, dass die Investitionskosten einer zentralen Lösung zwar nach der Wirtschaftlichkeitsberechnung höher sind als bei einer Modernisierung beider bestehenden Anlagen. „Über einen langfristigen Betrachtungszeitraum gleicht sich unter Berücksichtigung der Betriebskosten dieser momentane Kostennachteil aber wieder aus“, unterstrich Bürgermeister Hans Kornprobst mit Hinweis auf Nachhaltigkeit und Ökologie. Aufgrund des schwachen Vorfluters in Tandern sei es fraglich, ob es Sinn macht, hier stark zu investieren. Mit der zentralen Lösung erspare man sich einen Filtratspeicher und die Betonauskleidung des letzten Beckens in Tandern. Es sei erwiesen, dass Gemeinden mit größeren Anlagen flexibler auf neue Anforderungen reagieren und in der Regel wirtschaftlicher betrieben werden können.

Mit 15:1 Stimmen (nur Tanderns CSU-Gemeinderat Peter Schadl machte nicht mit)wurde beschlossen, dass Hilgertshausen auf der Basis der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Ingenieurbüros Rupert Mayr in Untergriesbach zunächst modernisiert werden soll.

Die Kläranlage in Tandern soll zunächst weiterbetrieben werden, bis in einem ersten Bauabschnitt die Modernisierung der Hilgertshausener Anlage realisiert ist. In einem zweiten Bauabschnitt soll voraussichtlich in den Jahren 2016 und 2017 der Anschluss von Tandern mittels Druckleitung an die Hilgertshausener Anlage verwirklicht werden.

Über die Finanzierungsart will das Gremium zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Tanderns CSU-Gemeinderat Josef Dunau ließ sich vom Bürgermeister bestätigen, dass die Tanderner wegen der beschlossenen Vorgehensweise frühestens 2016 zur Kasse gebeten werden.

Wie die relativ hohen Investitionskosten abgerechnet werden, sei noch offen. Möglicherweise werde sich das Gemeindeparlament laut Werner Kerzel (WG Hilgertshausen) mehr zu einem verbraucherabhängigen Weg hin orientieren. Warum es Schadl auch abgelehnt hat, den Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Mayr zu vergeben, hat er nicht begründet. Die Gemeinde wird nun mit Mayr einen Honorarvertrag abschließen. Die Planung soll bis spätestens 30. September 2014 erstellt werden. Druck macht das Landratsamt, das vom Gemeinderat eine zeitnahe Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise forderte. (ost)

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