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Mit einer Ehrenmedaille wurden die 17 ehrenamtlichen Helfer aus der Gemeinde Hebertshausen von Bürgermeister Richard Reischl (6.v.l.). ausgezeichnet. Ohne ihre freiwillige Arbeit müsste die Gemeinde tief in die Tasche greifen.

Sie engagieren sich in vielen Bereichen

Zusammengerechnet: 500 Jahre Ehrenamt

Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie engagieren sich schon seit vielen Jahren als Ehrenamtliche in der Gemeinde Hebertshausen. Deshalb wurden 17 Personen mit einer Ehrenmedaille geehrt – denn ohne sie würde es nicht gehen.

Hebertshausen – Feierliche Musik, gespielt von Trio Eugen Tluck, erklang zur Einstimmung auf den Ehrenabend im festlich geschmückten Sitzungssaal des Rathauses. Auch heuer wurden Personen aus der Gemeinde ausgezeichnet, die sich in ihrem Ehrenamt besonders engagieren. Bürgermeister Richard Reischl weiß natürlich, dass diese Leute kein großes Aufheben über ihre Tätigkeit machen. Aber „ohne diese Personen wäre alles nichts“, sagte er. 17 Personen, elf Männer und sechs Frauen, wurden geehrt. Es kommen über 500 Jahre ehrenamtliches Engagement zusammen, hat der Bürgermeister ausgerechnet.

„Die Ehrenamtlichen leisten Stunden, die nicht zu bezahlen sind. Versucht man alles zu summieren, kommt man auf einen Betrag, der weit über der Drei-Millionen- Grenze liegt“, sagte Reischl. Sie motivieren andere durch ihr Engagement, es ihnen gleich zu tun. Die Bandbreite der Helfer ist riesig: Vom Engagement im Jugend- und Kinderbereich, Vereinsarbeit, Feuerwehr, Seniorenarbeit bis hin zum kirchlichen und politischen Engagement.

-Albert Ederwurde als Erster geehrt. Er ist seit 70 Jahre bei der Feuerwehr Hebertshausen und setzt sich seit vielen Jahren für die Floriansjünger ein.

-Maria Rückert engagiert sich beim Helferkreis Asyl für Asylbewerber und Flüchtlinge. Außerdem ist sie im Besucherkreis der Pfarrei und mischt bei der Volkstanzgruppe mit.

-Martin Heigl ist für den Obst- und Gartenbauverein als Baumschneider unterwegs. Auch die Ruhebänke in der Gemeinde pflegt er.

-Josef Lerchl von der Feuerwehr Ampermoching ist schon seit vielen Jahren Vorstand des Feuerwehrvereins und aktiver Feuerwehrmann. Als Vorstand hat er viele Projekte durchgezogen, zum Beispiel den Bau der neuen Feuerwehrunterkunft.

-Gabriele Michal engagiert sich bereits jahrelang als Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft (Kfd) und arbeitet im kirchlichen Bereich. Außerdem ist sie Seniorenbeauftragte der Gemeinde.

-Seit 45 Jahren ist Hans ScholzSchriftführer beim Schützenverein Germania Prittlbach. Bei 470 Rundenwettkämpfen hat Scholz für seinen Verein geschossen.

-Anne Wiesent ist seit vielen Jahren Schriftführerin beim Tennisclub an der Amper. Die gleiche Funktion hat sie bei der SpVgg Hebertshausen.

-Viele ehrenamtliche Aufgaben nimmt Renate Gründlauf sich. Seit rund acht Jahren ist sie Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins und des Seniorenclubs.

-Was der Verein zur Erhaltung der St. Georg Kirche erreicht hat, ist an den voranschreitenden Renovierungsmaßnahmen zu sehen. Das ist unter anderem Michael Voglzu verdanken. Zudem ist er Kirchenpfleger, Feuerwehrmann und Gemeinderat.

-Auch Rosi Pöltl hilft beim Verein zur Erhaltung der St. Georg Kirche als Kassierin mit. Außerdem ist sie für die Mitgliederwerbung zuständig und engagiert sich als Schulweghelferin.

-Für Peter Portnervon der Schützengesellschaft Waldfrieden war die Schützengesellschaft seine zweite Heimat. Seit 1972 ist er Mitglied, und von 2002 bis 2017 führte er den Verein. Viele Projekte hat er für die Schützengesellschaft durchgezogen, wie den Bau der elektronischen Schießstände.

-Jörg Hubert engagiert sich bei der SpVgg Hebertshausen. Sein Hauptaugenmerk: die Fußball-Jugend. Er ist Trainer und Jugendleiter.

-Von Anfang an war er beim SV Ampermoching dabei. Die Rede ist von Alfred Kreitmair. Er spielte Fußball, war beim Sportheimbau dabei und auch Vorstand.

-Kein Gottesdienst ohne die 87-jährige Marianne Schaupp. Sie ist seit 27 Jahren Mesnerin in der Filialkirche St. Kastulus in Prittlbach.

-Schützenverein und Feuerwehr liegen ihm am Herzen. Werner Hofbauer aus Unterweilbach bekleidete in seinem Leben viele Ämter in Vereinen. Allgemein hieß es immer „Der Werner, der macht das schon“.

-Wer kennt Rudi Kahlig aus Hackermoos nicht. Bei der SpVgg Hebertshausen war Rudi Kahlig mit seinem Freund Alfred Bieringer der Motor des Sportheimbaus. Danach ging es an die Tartanbahn und Erneuerung des Spielfeldes. Auch finanziell unterstützte er den Verein.

-Die SpVgg Hebertshausen kann sich glücklich schätzen einen Mann wie Erich Schönwetterzu haben. Er spielte dort über Jahrzehnte Fußball – Angebote von höherklassigen Vereinen ließen den hervorragenden Fußballer kalt. Nach seiner aktiven Zeit widmete er sich der Ausbildung der jugendlichen Fußballer und Leichtathleten.

Die Aufzählung der Verdienste jedes Einzelnen ist natürlich nicht abschließend, sondern nur ein kleiner Auszug ihres Engagements. Bei allen Ehrenamtlichen bedankte sich Bürgermeister Reischl und überreichte ihnen die Ehrenmedaille der Gemeinde samt Ehrenurkunde, einem Tragerl Bier aus der Kellerbrauerei Prittlbach oder einen Blumenstrauß.

Danach durften sich die Gäste am reichhaltigen Buffet bedienen und die Live-Musik genießen.

Von Klaus Rabl

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