Dr. Reza Ghotbi leitet die Gefäßchirurgie. kn

Zwei neue Methoden in der Gefäßchirurgie

Dachau - Die Abteilung am Klinikum Dachau begeht einjähriges Jubiläum.

Vor einem Jahr hat das Klinikum Dachau die Abteilung für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Reza Ghotbi eröffnet. Er etablierte neue Operationstechniken und engagierte weitere Spezialisten. Seit der Gründung der Abteilung steigt die Patientenzahl stetig, die operativen Eingriffe zeigen überdurchschnittlich gute Ergebnisse.

Dr. Ghotbi ist seit 2006 Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum München-Pasing, die er zu einem anerkannten zertifizierten Gefäßzentrum ausgebaut hat. Dem Wunsch der Amper Kliniken AG, auch in Dachau tätig zu werden, folgte er Anfang 2010. „Der Vorteil war, dass wir die Konzepte, die wir über die Jahre hinweg am Klinikum Pasing im Rahmen des Gefäßzentrums entwickelt haben, übertragen und sehr schnell etablieren konnten“, erzählt Dr. Ghotbi. Dadurch konnte er sofort mit der Arbeit beginnen. Probleme, Personal zu bekommen, hatte er nicht: „Der Arbeitsplatz hier ist sehr attraktiv, wir hatten schnell Ärzte und Pflege zusammen.“

Vor allem zwei neue Methoden hat Dr. Ghotbi am Klinikum Dachau etabliert: die Operation an der Halsschlagader in Lokalanästhesie und die minimalinvasive Aneurysmenbehandlung, also die Versorgung von Erweiterungen der Bauchschlagader ohne eine Eröffnung des Bauches. Weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung von Patienten mit Durchblutungsstörungen der Beine (Patienten mit so genannter „Schaufensterkrankheit“) - vom offenen Bein bis hin zum Diabetischen Fuß. Auch die bekannten Krampfadern werden versorgt. Im ersten Jahr waren aber vor allem die komplexen gefäßchirurgischen Eingriffe gefragt: Sie führen die statistische Auswertung der durchgeführten Leistungen an.

Eine Verengung der Halsschlagader durch Ablagerungen ist ein hoher Risikofaktor für einen Schlaganfall. Dr. Ghotbi entfernt diese Ablagerungen in lokaler Betäubung. Der Patient ist bei Bewusstsein. „Durch die Beseitigung der Verengung können wir den Schlaganfall verhindern, also die Patienten wirklich heilen“, so Dr. Ghotbi. Dies sei für ihn als Arzt eine besonders befriedigende Tatsache.

Am Mittwoch, 9. Februar stellt, Dr. Ghotbi in einem Vortrag im Gesundheitsforum die Schaufenstererkrankung vor, eine Durchblutungsstörung, die zu den chronischen Gefäßerkrankungen der Arterien gehört. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Mathias Matzko, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, erläutert er Ursachen, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Tagungszentrum am Klinikum Dachau. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

mm

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