Planen den Dorfener Kultursommer 2021 und glauben fest daran, dass die Coronalage die Open-Air-Veranstaltungen zulassen wird: Helmut Renger vom Konzertbüro Landshut (l.) und Tobi Maier vom Tonwerk Dorfen.
+
Planen den Dorfener Kultursommer 2021 und glauben fest daran, dass die Coronalage die Open-Air-Veranstaltungen zulassen wird: Helmut Renger vom Konzertbüro Landshut (l.) und Tobi Maier vom Tonwerk Dorfen.

Macher sind trotz Corona guten Mutes und überzeugt vom Hygienekonzept

Dorfener Kultursommer soll heuer wieder stattfinden

Die aktuellen Corona-Fallzahlen lassen viele Menschen aufschrecken, aber dennoch nicht aufgeben. So ist es zumindest bei den Organisatoren vom Dorfener Kultursommer. Er soll stattfinden.

Dorfen - Tonwerk-Team Tobi Maier, Andi Wagner und Michael Lanzinger sowie bei den Konzertveranstaltern Helmut Renger vom Konzertbüro Landshut und Stefan Panhauser von SP Events Isen sind dieser Tage eifrig am Planen. Gemeinsam wollen sie dieses Jahr einen Dorfener Kultursommer anbieten.

„Wir liefern die komplette Location, Open-Air inklusive Gastronomie. Helmut und Stefan füllen den kompletten Kultursommer mit Künstlern und Publikum. Sie sind zuständig, dass die Leute zu uns kommen“, sagt Tobi Maier. „Wir haben wieder unseren Supermarkt-Kiosk geöffnet, der aufgrund des Hygienekonzeptes als Einbahnstraße konzipiert wurde.“ Das heißt: Nur verpackte Snacks und alles in Flaschen, der Gast öffnet seine Getränke selber an der Kasse. Vorab kann man aber im Biergarten mit Abststand einkehren. Dort gibt es Pinsa und ein paar bayerische Schmankerl.

Kabarett, Comedy und Konzerte

Neben Kabarett und Comedy seien auch Konzerte geplant, etwa von der STS-Coverband „Auf a Wort“. Natürlich könnte das Tonwerk-Team auch selbst Künstler engagieren. „Aber wir geben dieses Vertrauen den Veranstaltern. Sie können auch den Versuch starten und noch unbekanntere Künstler bei uns auftreten lassen. Aber es soll sich für die schon lohnen.“

Renger setzt auf Altbewährtes und Neues. So zum Beispiel eine Comedy-Nacht, bei der der Lengdorfer Kabarettist Julian Wittmann durchs Programm führt. Mit dabei seien „gute Gäste, wie Christine Eixenberger, Michi Dietmayr und Stefan Kröll –ein sehr guter Mann, bei dem es Zeit wird, dass er bekannter wird“. Der Juli sei schon ziemlich voll mit Terminen, für August sei man noch am Planen.

Maximal sollen es zwei Veranstaltungen pro Woche sein

Maximal sollen es zwei Veranstaltungen pro Woche von Mittwoch bis Sonntag sein, erklärt Maier. „Dieses Spektrum wollen wir über den ganzen Sommer ziehen.“ Das Programm sei gut gemischt, um alle Zielgruppen ab 25 bis 70 Jahre anzusprechen. „Bei Kabarettist Wolfgang Krebs hatten wir schon Gäste, unter denen Eltern mit Kindern und Großeltern dabei waren“, erzählt Renger.

So weit, so gut. Dennoch schränke Corona selbstverständlich auch dann ein, wenn in diesem Sommer die Freiluft-Auftritte grundsätzlich wieder erlaubt sein sollten. Bei schlechtem Wetter in die Hallen auszuweichen, ist nicht möglich, sagt Maier. „Der Aufwand ist zu groß“, sagt er. Aber es gebe Decken und Regenponchos. „Wir schauen, dass wir es den Gästen angenehm gestalten können.“ Manche würden selber bestens ausgestattet kommen, wie beim Camping-Urlaub. Für viele Gäste sei eine Open-Air-Veranstaltung eine besondere Aktion und sie hätten auch Humor. Eigene Verpflegung mitzubringen, sei nicht erlaubt.

Der erste Kontakt entstand vergangenes Jahr

Der erste Kontakt zwischen den Tonwerk-Machern und Rockshop-Inhaber Renger entstand vergangenes Jahr, als zwei Veranstaltungen im Taufkirchener Bürgersaal wegen Corona nicht stattfinden konnten. Also sprach der Landshuter mit den Dorfenern und verlegte die Auftritte des Liedermachers Roland Hefter und des Comedians Martin Frank kurzerhand auf das alte Meindl-Areal, wo beides als Open-Air-Veranstaltungen stattfinden konnte. „Es war eine Ergänzung zum Kino. Man nutzte die fertige Location, um hier die letzten Sommertage zu genießen“, erinnert sich Maier.

Die Idee, einen Kultursommer in einer so großen Form anzubieten, habe es anfangs noch nicht gegeben. „Wir wussten nur, dass wir wieder zusammen was machen wollen, ergänzend zum Kino“, erzählt Maier. Das Tonwerk-Team entschied sich schließlich gegen ein weiteres Open-Air-Kino. Als Ersatz dafür werde Fußball-EM-Public Viewing angeboten und der Kultursommer über einen langen Zeitraum von Juni bis August, eventuell bis September, gezogen.

Angst vor Absagen haben die Organisatoren nicht

Angst, dass alles wegen der Pandemie abgesagt werden muss, haben die Organisatoren nicht. „Wir planen wie letztes Jahr. Wir glauben, dass am Vatertag der Schlüsselmoment ist, wo die Außengastronomie wieder öffnen darf. Dann kommt der Sommer. Da ist es warm, da kannst du die Leute nicht mehr daheim einsperren“, meint Maier. Er geht davon aus, dass der Regierung eine kontrollierte Gastronomie lieber sei, weil hier eine Rückverfolgung möglich sei.

Man werde sich am Hygienekonzept 2020 orientieren, als Location mit Abstand. „Wir haben letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass es super funktioniert hat. Das gibt uns die Sicherheit, wenn es die Regierung zulässt, dass wir es heuer wieder so durchführen können.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare