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9:0: EHC feiert Schützenfest gegen Passau

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EHC-Crack Patrick White (re.) zeigte eine sehr gute Leistung, auch wenn er hier mal kurz ins Stolpern geriet. Foto: Stefan Rossmann
EHC-Crack Patrick White (re.) zeigte eine sehr gute Leistung, auch wenn er hier mal kurz ins Stolpern geriet. Foto: Stefan Rossmann

Grafing - Die quasi über Nacht angewachsene Verletztenliste hatte das nicht unbedingt erwarten lassen: Glatt und souverän mit 9:0 schoss der EHC Klostersee am Freitagabend die Passau Black Hawks aus dem Grafinger Eisstadion.

Um eine zweistellige Klatsche kamen die Gäste nur herum, weil die EHCler nach der 6:0-Führung schon mehrere Gänge zurück schalteten.

Mit drei verletzungsbedingten Ausfällen (Bernd Rische, Marvin Kablau, Thomas Hemmerle) hatte EHC-Trainer Doug Irwin gerechnet. Am Ende fehlte ein kompletter Block, weil auch Torhüter Patrick Ashton (Grippe) und Verteidiger Matthias Bergmann passen mussten, der beim letzten Spiel einen Stockschlag auf den Unterarm und vom Arzt aufgrund dessen ein Spielverbot auferlegt bekommen hat. „Anfang nächster Woche nach einer Kernspin-Tomographie wissen wir mehr“, sagte Bergmann sichtlich geknickt. Vom warmen VIP-Raum aus beobachtete er, wie die arg dezimierten Rot-Weißen gegen den Tabellendritten mit hohem Tempo sofort das Kommando übernahmen.

So mancher auf den Rängen wird sich gewundert haben über den Auftritt der Gäste, die sich eher wie ein Nachzügler denn als Oberliga-Spitzenteam präsentierten. Sehr passiv und destruktiv hatte man die Black Hawks, die sich erst ab der Mittellinie zur Gegenwehr veranlasst sahen. Dazu kam eine nicht zu übersehende Zweikampfschwäche. Oder aber die Klosterseer waren so stark, um die wichtigen Duelle an der Bande für sich zu entscheiden. Und im Dribbling, wie vor dem 1:0 der unter den Augen seiner Eltern sehr auffällige Patrick White (4.). Dessen Nebenleute Ryan Guentzel und Max Kaltenhauser standen ihm in nichts nach - auch nicht beim Tore schießen (9./15.).

EHC-Keeper Sebastian Weiß hatte sehr wenig Arbeit, wehrte aber die beste Gästechance durch Stephan Stiebinger (10.) ebenso souverän ab wie die beiden weiteren Schüsse auf seinen Kasten. Wer gedacht hatte, die Passauer wären nur kalt erwischt worden und würden im zweiten Abschnitt zur Aufholjagd blasen, wurde enttäuscht. Es ging offenbar nicht besser. Fünfeinhalb Minuten später stand es nach weiteren Toren von White und Gert Acker 5:0 und der als ligabester Goalie gehandelte Martin Cinibulk räumte seinen Arbeitsplatz freiwillig. Es dauerte nicht lange bis sich der junge Christoph Zawatsky (18 Jahre) gegen den noch jüngeren Raphael Kaefer (17) geschlagen geben musste - 6:0 (28.).

Nach dem halben Dutzend der Klosterseer verflachte die Partie zusehens. Die EHCler beschränkten sich auf das Nötigste und die Gäste aus Niederbayern waren zu mehr nicht in der Lage. In der Schlussphase bekamen die Grafinger noch einmal richtig Lust auf das Tore schießen. Kapitän Acker machte seinen Hattrick perfekt und auch Kaltenhauser traf noch einmal. (ele)

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