Franz Wallner (r.) berichtete den Gästen vom „Abenteuer Gastronomie“ im Betreuungszentrum. Foto: Jürgen Rossmann

Abenteuer im Café Wunderbar

Steinhöring - Das Betreuungszentrum Steinhöring will noch mehr als bisher zum Treffpunkt behinderter und nichtbehinderter Menschen werden. Dafür wurde kräftig investiert. Ab sofort ist der Ort um eine gastronomische Facette reicher: Das Café „Wunderbar“.

Wir sind gerade dabei, auszuprobieren, wie Gastronomie funktionert“, berichtete Franz Wallner, seit 1972 im BZ beschäftigt und Leiter des Bereichs Kultur und Ehrenamt. Er erzählte ohne Redemanuskript und Mikrophon bei der Einweihungsfeier den versammelten Ehrengästen frisch von der Leber weg, dass sich die behinderten Bewohner des BZ geradezu darum reißen, auch einmal im Café arbeiten zu dürfen.

Professionell Canapés zu reichen und die Gäste freundlich mit Getränken zu versorgen war eine Aufgabe, die das das Team bei der Einweihungsfeier eindrucksvoll bewältigte. Auch eine Rede zu halten vor der versammelten Gästeschar fiel Biggi Kelm und Simone Müller nicht schwer. Die eine ist Vorsitzende des Bewohnerrates, die andere die Chefin des Werkstattbeirates. Beide unterstützten den Einrichtungsleiter Frank Frese bei seiner Aufgabe, unter anderem die ehemalige Sozialministerin Christa Stewens, den Chef der Katholischen Jugendfürsorge Bartholomäus Brieller, Steinhörings Altbürgermeister Max Niedermeier und Freses Vorgänger Anton Karl zu begrüßen.

Frese bedankte sich bei den zahlreichen Spendern, die den Bau und Betrieb des Hauses mit ermöglichten. Sein Dank galt vor allem der Berta-Bobinger-Stiftung, „die das Haus finanziert hat“. Der Verein Lebenshilfe trug nicht unmaßgeblich zur problemlosen Abwicklung des täglichen Betriebes bei, indem er eine behindertengerechte Kasse sponserte. Dank galt auch dem Förderverein des Betreuungszentrums, der das Mobiliar stiftete.

Wallner erinnerte an die ersten gastronomischen Versuche, die das Betreuungszentrum mit dem „Antonius-Stüberl“ unternommen hatte. In den neuen, hellen Räumen, habe man jetzt ideale Möglichkeiten. „Wir freuen uns, wenn wir im Sommer draußen sitzen können“, sagte Bewohnerin Simone Müller. Architekt Thomas F. Fink vom Architekturbüro Fink und Vogl erläuterte den Gästen den Werdegang des Hauses, bei dessen Entwicklung er das Bild eines Schiffes vor Augen gehabt habe. Der Name „Wunderbar“ stammt von Pfarrer Vogelsang. Die kirchliche Einweihung der Räume wird später stattfinden.

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