Immer wieder werden Autos, die auf den Parkplätzen der Wohnanlage südlich der Feuerwehr, an der Friedensstraße, parken, beschädigt. Die Polizei ermittelt. foto: dul

Achtung, hier lauert ein Reifenstecher

Poing - Bei einem Wohnblock an der Friedensstraße in Poing treibt ein Reifenstecher sein Unwesen. Die Anwohner vermuten, dass es sich um einen Nachbarn handelt.

Seit etwa zwei, drei Jahren gehe das schon, berichten Mieter der Wohnanlage südlich der Feuerwehr. Immer wieder würden Autos, die auf den Parkplätzen an der Friedensstraße stehen, beschädigt. Mehrmals sei schon Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden, bislang ohne Erfolg. Nun aber haben sich einige Mieter zusammengetan - und den mutmaßlichen Täter ertappt. Auf Filmaufnahmen, die unserer Redaktion vorliegen, ist ein und der selbe ältere Mann zu sehen, der stets im Schutze der Dunkelheit einmal deutlich hörbar den Lack eines Wagens zerkratzt, das andere Mal einen Reifen zersticht. Mittlerweile liegen der Polizei zwei Anzeigen vor gegen einen Mann, der in der Wohnanlage wohnt.

Helmut Hintereder, Leiter der Polizeiinspektion Poing, bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass gegen einen Tatverdächtigen ermittelt werde. Mehr wolle er aktuell dazu nicht sagen, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Im Gespräch mit unserer Zeitung haben Bewohner des Hauses berichtet, dass der Rentner immer mal wieder Briefe an Nachbarn schreibe. Einmal habe er dazu aufgefordert, die Fenster in den Wohnungen zu schließen, um die Heizkosten für die Wohnungseigentümergemeinschaft niedrig zu halten. „Wer sich nicht an seine Forderungen hält, dessen Auto ist Tage später beschädigt“, erzählt ein Mieter, der wie alle anderen seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Aus Sorge, dass sein Auto das nächste beziehungsweise wiederholte Zielobjekt des Reifenstechers und Autokratzers sein könnte.

In den vergangenen Tagen haben einige Mieter versucht, mit dem Nachbarn zu sprechen - ohne Erfolg. „Er hat die Tür nicht aufgemacht.“ Die Hausverwaltung Fellermaier & Klose GmbH, die die Wohnanlage betreut, weiß von den Vorfällen. „In der nächsten Eigentümerversammlung Ende Februar wird das Thema sein“, kündigt die Hausverwaltung an.

Armin Rösl

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