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Alem Katema: Wieder ein Grundstein gelegt - Partnerschaft wächst

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Gemeinsame Anstrengung: Der Grundstein wird in die Erde gelegt. Nächstes Jahr soll die Bibliothek fertig sein. Foto: kn

Vaterstetten - „Der Grundstein für die neue Bibliothek ist gelegt.“ Dies konnte Anton Stephan, 1. Vorsitzender des Vaterstettener Partnerschaftsvereins mit Alem Katema, nach seiner Rückkehr aus Äthiopien verkünden. Allerdings muss beim bestehenden „Baldham“-Kindergarten etwas nachgebessert werde.

Zwei Jahre hat der Vorstand geplant, nun wird in diesen Tagen der Vertrag mit dem Bauunternehmer unterzeichnet. Der Verein konnte dabei unter fünf Angeboten auswählen. Der Neubau in Alem Katema wird neben der bisherigen Bibliothek gebaut, die mit über 20 000 Besuchern pro Jahr an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen ist. Vor allem bei Schulkindern ist die „Vaterstetten Library“ beliebt.

„Voraussichtlich können wir die neue Bibliothek 2012 eröffnen“, freut sich Stephan, der dann auch wieder in Äthiopien sein will.

Stephan und sein Vorstandskollege Norbert Paul (Kassier) mussten in Alem Katema jedoch auch feststellen, dass der im Jahr 2007 in Betrieb genommene „Baldham“-Kindergarten bereits saniert werden muss. Erdsetzungen hätten dort Schäden verursacht, die nun von Experten begutachte werden. Ziel ist es, die Bauarbeiten zusammen mit denen des Bücherhauses durchzuführen. Wenn das durch ist, werde sich der Verein mit einem weiteren großen Wunsch der Äthiopier beschäftigen müssen. Schon seit ein paar Jahren steht für das Organisations-Komitee in Alem Katema ein drittes Kinderhaus auf der Agenda. Die Vaterstettener sind davon aber noch nicht ganz überzeugt.

Die Unterstützung aus Deutschland kommt jedoch nicht immer nur in Form von Bauwerken. So hatte der Besuch diesmal unter anderem zwei Hausapotheken für die zwei Kindergärten und medizinische Ausstattung für die Klinik im Gepäck, zur Verfügung gestellt von Vereinsmitglied und Mediziner Frank Martin. Vier Trikotsätze vom SC Baldham-Vaterstetten waren zunächst im Zoll hängen geblieben, konnten aber inzwischen abgeholt werden und warten nun auf ihren Transport in die Partnergemeinde. Darüber hinaus gab es auch hohe Geldspenden von Evelyn Rädler und Rosemarie Ploog. Als Lehrerin hat Rädler für Schulartikel gespendet. Von der Geldübergabe bis zum Kauf des Materials hat der Verein jeden Schritt dokumentiert, so dass zu 100 Prozent nachgewiesen werden kann, wo und wie das Geld in Alem Katema ankommt. Besser kann man seine Weihnachtsspende wohl nicht anlegen, meinen die Vereinsverantwortlichen.

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