Kreative Köpfe (v.l.): Die Preisträger Astrid Hähnlein (6. Preis), Leo Lux, Simon Teves und Tobias Richardsen (4. Preis), Leander Butz mit Romy (1. Preis), Anita Brandl (2. Preis) und Beni Michael (3. Preis). Foto: jro

Aus dem Alltag eines Butterbrots

Ebersberg - Romy (8 Jahre) und Leander Butz (12 Jahre) sind mit ihrem „Tigerentenbrot“ die Gewinner des Jugendkulturpreises 2013. Nach sechs Jahren Pause lobte der Kreisjugendring Ebersberg den Preis wieder aus - mit Erfolg, denn es gab 18 Einsendungen.

Aufgeregte Spannung herrschte bei den Teilnehmern, die dicht gedrängt im Ebersberger „artesano“ standen, denn die Verleihung der Preise des Jugendkulturpreises 2013 stand kurz bevor.

Graphiken, Filme, Objekte, Fotografien, Texte und Musikvideos hatten die jungen Künstler zum Thema „Kunst mitten im Leben“ eingereicht. „Die ganze Bandbreite an künstlerischem Schaffen“, freute sich Laudator Sebastian Otter (Buch Otter), der mit Anne Liebegott (Graphikerin und Künstlerin), Babsi Lux (altes kino), Andi Mitterer (Kunstverein Ebersberg) und Benni von Pfahler (Kunstschmied) in der Jury saß. Der sechste Platz ging an Astrid Hähnlein mit einer Pyramiden-Anordnung mit verschiedenfarbigen Pyramiden-Seiten (Buchgutschein 50 Euro). „Beschmückung” heißt die Landart-Fotografie, mit Flavius Jakoby (13) aus der Korbinianschule den fünften Platz gewann (50 Euro Kinogutschein).

In ihrem Film „Graffiti” zeigen Leo Lux (15), Simon Teves (15) und Tobias Richardsen (15), wo uns Graffiti-Kunst im öffentlichen Raum überall begegnet (vierter Platz). Das Musikvideo „Trümmer meiner Worte“ beeindruckte die Jury wegen der außergewöhnlichen Umsetzung von Text, Musik und Film (100 Euro). Die drei Brüder Moritz (25), Beni (22) und Felix (19) Michael der Ebersberger Band „Zeitzeuge” und Valentin Winhart (Regie, Schnitt) gewannen damit den dritten Platz (200 Euro).

Das Preisgeld in Höhe von 300 Euro erhielt Anita Brandl (23 Jahre) für ihr Gedicht „Gedankenrekorder“.

„Idealtypisch umgesetzt“ wurde laut Jury der erste Platz (400 Euro). „Es gab keine Diskussionen innerhalb der Jury, alle waren sich sofort einig“, gab Sebastian Otter bekannt. Das Tigerentenbrot von Romy und Leander Butz überzeugte die Jury sofort.

Große Freude bei dem Geschwisterpaar, die jubelnd die Urkunde entgegennahmen. „Die Idee dazu kam beim Frühstück am Küchentisch“, erzählte Leander. Die Mutter las aus der Zeitung über den KJR-Kulturpreis vor und Tochter Romy wollte wissen, was denn Kunst im Alltag sei.

Eine lebhafte Unterhaltung entspann sich, in deren Folge Romy auf ihr angebissenes Frühstücksbrot zeigte und fragte: „Dann ist das doch auch Kunst“. Gesagt, getan und schon wurde die Idee geboren, sich für den Jugendkulturpreis zu bewerben. Das Frühstücksbrot mit Honig- und Senfstreifen ist übrigens eine Idee von Vater Butz, hineingebissen hat Sohn Leander. So war die ganze Familie Butz an dem Projekt beteiligt, eingesendet hat es jedoch das Geschwisterpaar Butz.

Weitere Teilnehmer, die einen Büchergutschein gewannen: Baasen Jasmin (21) Malerei/Zeichnung/Collage, Blaue Gruppe KiTa Glonn Theatervideo, Dorsch Jennifer (15) Zeichnung, Fögler Mona (21) und Miriam (18) Malerei, Inkofer Leon (12), Ruchay Elias (12) und Oswals Theo (12) Film, Mehlau Lisa (12) Zeichnung, Neumann Niclas (12) Korbinianschule Fotografie, Pletzer Carina (23) Objekt, Wirth Maximilian (12) Korbiniansschule Fotografie, Band Zeitzeuge mit zwei weiteren Musikvideos, Schreiner Benjamin (14), Patrick Schürmann ( 17), Henry Miller (13), Daniel Kirchner (13) und Julian Dehnelt (15) erhielten einen Sonderpreis, da die Bewerbung zu spät eingegangen war. Sie dürfen ihren Film im alten kino zeigen.

Christine Gerneth

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