Festwirt Martin Lohmayer an seinem Lieblingsplatz - mitten unter den Gästen der Ebersberger Wiesn. Foto: sro

Also doch: Rauchverbot besteht Feuerprobe

Ebersberg - Wird das Rauchverbot auf der Ebersberger Wiesn eingehalten? Oder wird hemmungslos weitergequalmt? Diese Frage war im Vorfeld viel diskutiert worden. Aber der Rauch hat sich schnell verzogen. Geraucht wurde nur im Freien.

Martin Lohmayer hat sich als neuer Festwirt der Ebersberger Traditionswiesn erste Sporen verdient. Sein neues Konzept wurde allem Anschein nach von den Besuchern angenommen. Und: „Das Rauchverbot wurde problemlos eingehalten“, lobt er die Disziplin der Anhänger des blauen Dunstes. „Alles ist so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich habe mich immer wieder umgesehen, in der Festhalle hat kein Einziger geraucht.“

Der für die Dauer von drei Jahren gewählte Festwirt, Kunstschmiedemeister und Betriebsinhaber im Zivilberuf, verwies darauf, dass er in früheren Jahren bereits große Veranstaltungen organisiert und dort eine Erfahrung gesammelt habe, die ihm jetzt zugute gekommen sei. Das Verhältnis zur früheren Festwirtsfamilie sei entspannt, was man auch am mehrmaligen Besuch der Streidls ablesen könne, die selbst einräumten: „Es läuft allem Anschein nach gut, wie die täglich volle Festhalle beweist. Persönlich bin ich froh, dass es weitergeht“, so Streidl. „Aber jedem recht machen kann man es sowieso nicht.“

„Die Besucher haben gespürt, dass sich etwas rührt“, ist Lohmayer zufrieden und betont, dass die Festleitung versucht habe, ein „gewisses Niveau“ anzustreben. Mit erheblichem finanziellen Aufwand wurde die Festhalle umgestaltet. Die auf neue Beine gestellte Gastronomie sei ebenfalls von den Besuchern sehr gut angenommen worden. Was die Ausstattung des Festes mit Fahrgeschäften betrifft, trug Lohmayer die alleinige Verantwortung. Es sei zum Beispiel nicht gelungen, ein Auto-Scooter-Geschäft für die Wiesn zu gewinnen. Der neue Festwirt ist mit einer beträchtlichen Summe in die Umgestaltung des Ebersberger Volksfestes eingestiegen. Als genau rechnender Geschäftsmann glaubt er nach dem ermutigenden Einstieg „in fünf Jahren aus den Roten Zahlen zu sein“.

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