Nicht gerade einladend: Die derzeitige Einfahrtsituation der Montessorischule mit Garagen. Foto: gerneth

Alte Garagen sollen weichen

Moosach - Die Montessorischule Niederseeon will wachsen und ein neues Verwaltungsgebäude samt Mensa und Werkstatt errichten.

Die Montessorischule Niederseeon hat angekündigt, dass sie ihre Bildungsstätte um ein Schulgebäude und eine Turnhalle erweitern möchte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zunächst war ein Neubau im Norden des Grundstücks mit weiteren Klassenzimmern geplant. Dieser werde benötigt im Hinblick auf das für die nächsten Jahre „geplante, jedoch begrenzte Wachstum auf maximal 250 Schüler“. Jetzt gibt es neue Pläne.

Aktuell besuchen rund 200 Schüler die Montessorischule. Eine eigene Turnhalle sei notwendig, weil die sportmotorischen Förderung von Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert habe und sich die Nutzung von Sporthallen der näheren Umgebung aus finanziellen, ökologischen und pädagogischen Gründen äußerst schwierig gestalte, so die Geschäftsführung.

Keine Einwendungen hatte das Glonner Bauamt beim Vorbescheid im Januar dieses Jahres. Das Grundstück liege zwar baurechtlich im Außenbereich, die Neubauten seien jedoch an diesen Schulstandort gebunden. Empfohlen wurde eine kompakte zusammenhängende Bebauung, um den Außenbereich zu schonen.

Auch der Moosacher Gemeinderat stimmte unter Auflagen zu. Geprüft werden müsse, ob die private Kleinkläranlage ausreiche, außerdem forderte das Gremium eine Rückbauverpflichtung für den Schulträger für den Fall, dass es die Schule nicht mehr gibt.

In der Juli-Sitzung lag den Gemeinderäten nun ein Ergänzungsplan zum Vorbescheid vor. Das im Norden geplante neue Schulgebäude soll entfallen, stattdessen sollen die im Süden bestehenden Garagen abgebrochen und durch ein Verwaltungsgebäude mit Mensa und Werkstatt mit einer Größe von 16 x 13,50 m ersetzt werden. Dadurch werden im bestehenden Schulgebäude Räume frei und diese können zu Schulzwecken umgenutzt werden. Aufgrund der Hangsteigung von Süd nach Nord wird dabei der Neubau teilweise in den Hang eingegraben.

„Durch die Platzierung des Gebäudes um etwa sechs Meter weiter nach Süden kommt straßenseitig eine Gebäudewand mit 6,60 Meter zur Wirkung“, beschreibt Josef Weigl vom Glonner Bauamt die Situation. Dadurch werde der Neubau deutlich wahrnehmbarer als der bisherige Garagenbestand, was jedoch durch den vorhandenen Baumbestand optisch gemildert werde.

„Die bestehenden Garagen wirken jetzt schon wie eine Mauer“, konstatierte Gemeinderat Willi Mirus (AMB). Und auch Gemeinderat Robert Mauer meinte: „Das kann man nur schöner machen“. Bei entsprechender Gestaltung könne ein Gebäude an der Stelle „richtig toll aussehen“. Sorge bereitete dem Gemeinderat allerdings die Verkehrssituation vor der Schule, durch an- und abfahrende Schulbusse, sowie Eltern und Lehrer. Deshalb zeigte sich der Gemeinderat zwar grundsätzlich einverstanden mit der vorgelegten Planung, wies den Vorbescheid aber zunächst zurück mit der Forderung eines schlüssigen Verkehrs- und Stellplatzkonzeptes. Liegt dieses vor, will sich der Gemeinderat mit Schule und Planer bei einem Ortstermin weiter besprechen.

Christine Gerneth

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