Blick ins künftige Foyer des Ebersberger Stadtsaals. Einst war hier eine Metzgerei. Foto: sro

Kulturausschuss

"Alter Speicher" soll ein Saal für alle werden

Ebersberg - Der Verein „Kleinkunst im alten kino Ebersberg“ wird der Betreiber des neuen Stadtsaals, der Ende des Jahres im historischen Klosterbauhofensemble eröffnet wird.

Markus Bachmeier ist Geschäftsführer des Vereins „Kleinkunst im alten kino Ebersberg“. Der Verein betreibt seit über 20 Jahren das alte kino, eine renommierte Kleinkunstbühne mit deutschlandweitem Ruf. Zusammen mit Thomas Welm vom Vorstand stellte er das Konzept für den Stadtsaal vor, der nach dem Willen der künftigen Betreiber „Alter Speicher“ heißen soll. Die Vision von Bachmeier und Co.: Der Saal gehört den Bürgern. Sie sind Publikum und Veranstalter gleichermaßen. Jeder kann ihn für eigene Veranstaltungen nutzen. Der Verein tritt als Dienstleister auf, der den Nutzern den Zugang ermöglicht und die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen schafft.

Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) sagte, die Stadt habe die „allerbesten Erfahrungen“ mit dem Verein gemacht. Altes Kino und Stadtsaal sollten in einer Hand sein, damit sich nicht zwei Betreiber gegenseitig Konkurrenz machten. Künftig werde es zwei „kulturelle Hochburgen“ in der Stadt geben.

Bachmeier sagte, seine Mitarbeiter und er wollten helfen, das neue Zentrum Ebersberg, das mit dem Bau des Einkaufszentrums sowie der Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Bahnhof entstehe, „mit Leben zu erfüllen“. Der Stadtsaal solle eine Schnittstelle von Kultur und Wirtschaft, ein Ort der Kommunikation sein. Das Nutzungskonzept umfasse die komplette Bandbreite möglicher Veranstaltungen von Bällen über Messen bis hin zu Theatervorstellungen und Konzerten. Bachmeier: „Unser Ziel ist es, Veranstaltungen nach Ebersberg zurückzuholen, die in andere Orte abgewandert sind, und Veranstalter sowie Medien aus München und der gesamten Region nach Ebersberg zu locken.“

Bachmeier und Welm betonten mehrfach, dass der Saal sämtlichen Ebersberger Vereinen zur Verfügung stehe. Diese würden „gleichberechtigt“ behandelt. Allerdings: Durch die gewerbliche Nutzung würden Einnahmen generiert, die zur Finanzierung des Saals beitragen.

Michael Acker

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