Ein Einsatzfahrzeug des Ebersberger BRK-Kriseninterventionsteams am Freitagabend am Tatort in München. Die Helfer mussten die ganze Nacht traumatisierte Menschen betreuen.

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Ebersberger Helfer im Horror von München

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Ebersberg - Der Horror von München – er hatte auch Landkreis Ebersberg fest im Griff. Nicht nur Polizeikräfte wurden am Freitagabend in die Landeshauptstadt beordert, auch das BRK half, wo es nur helfen konnte. Sein Kriseninterventionsteam (KIT) betreute traumatisierte Menschen.

Bernhard Riedel, Chef des Ebersberger KIT-Teams, war am Tatort in München im Einsatz.

Gleich nach den ersten Meldungen aus München kamen die Führungskräfte in der Ebersberger BRK-Zentrale zusammen. Martha Stark, Leiterin des Rettungsdienstes, sprach vom größten Einsatz, den sie in ihrer langen Zeit bei der Hilfsorganisation erlebt hat. Ein BRK-Wagen mit zwei Lebensrettern, der in Vaterstetten stationiert ist, sei nach München geeilt, zwei schnelle Einsatzgruppen, die jeweils 25 Verletzte betreuen können, mussten am Erdinger Flughafen aushelfen, wo zeitgleich ein anderer Polizeieinsatz stattfand.

Am Tatort war der Zornedinger Bernhard Riedel (51). Zusammen mit vier Mitarbeitern kümmerte sich der Chef des Ebersberger Kriseninterventionsteams (KIT) um traumatisierte Menschen in der Umgebung des OEZ. „Wir wurden von unseren Münchner Kollegen um Hilfe gebeten“, berichtet Riedel am Sonntag nach zwei Tagen ohne Schlaf.

Zunächst habe das Ebersberger KIT Stellung an einer Tankstelle in unmittelbarer Nähe des OEZ bezogen. „Wir mussten die Leute, die vom Tatort kamen, zusammenfangen und betreuen. Ihre Personalien wurden festgestellt und an die Polizei weiter gegeben. Ebenso die von Personen, die die Hilfesuchenden noch im Gebäude vermissten. Später mussten Riedel und sein Team die Tankstelle aus polizeitaktischen Gründen verlassen. Sie bezogen einen Platz unter einer Brücke und arbeiteten die ganze Nacht weiter. Dann wurde eine zentrale Betreuungsstelle eingerichtet, wo die Ebersberger mitarbeiteten – bis sie am Samstag gegen 5 Uhr nach Hause fahren konnten.

Doch Schlaf fanden sie nach den schrecklichen Erlebnissen keinen. Riedel musste schon am Samstagabend erneut nach München, um übermüdete Kollegen abzulösen und Opfer zu betreuen. Menschen, die einen Angehörigen oder Freund verloren haben, Menschen, die in Beziehung stehen zu Verletzten, und Zeugen, die das Gesehene und Erlebte nicht verarbeiten können.

Martha Stark, Leiterin des BRK-Rettungsdienstes, zeigte sich überwältigt von der Leistungsbereitschaft ihrer Mannschaft. Ständig hätten in der Tatnacht Mitarbeiter, die eigentlich dienstfrei hatten, angerufen und ihre Hilfe angeboten. "Das hat mich sehr bewegt", sagte Stark.

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