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Es ist eine Chaosstelle in Ebersberg : die Kreuzung Heinrich-Vogl-Straße/ Eichthalstraße an der Ein- und Ausfahrt zum Einkaufszentrum. 

Wer fährt wann?

An dieser Ebersberger Kreuzung müssen Sie aufpassen!

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Es ist eine verflixte Kreuzung. Und nicht ungefährlich. Wir klären über die wichtigsten Regeln an dieser Ebersberger Kreuzung auf und wieso es keine Zebrastreifen gibt. 

Ebersberg – Es ist eine verflixte Kreuzung. Und nicht ungefährlich. Hin und wieder kommt es zu kleineren Unfällen in Ebersberg mit Blechschäden. Dort, wo sich die Heinrich-Vogl-Straße mit der Eichthalstraße kreuzt, und an der Stelle die Ein/Ausfahrt des Einkaufszentrums einmündet. Vielmehr aber, eigentlich täglich, kommt es an dieser unübersichtlichen Stelle der Kreisstadt zu einer oft ratlosen Gestik-und Mimikschau der Verkehrsteilnehmer. Immer wieder kommt es zu Missverständnissen, oft fährt keiner los, weil sich niemand traut. Dann fahren mehrere Fahrzeuge los und blockieren sich gegenseitig. Schauen, hupen, fahren, stoppen, schimpfen.

Einbahnstraßenregelung außer Kraft

Es scheint, als wüssten nur Wenige, wer hier eigentlich Vorfahrt hat. Nachdem im Mai die Einbahnstraßenregelung der Eichthalstraße geändert wurde, ist das Chaos nun noch größer. Weil in der Bahnhofsstraße eine Wasserleitung erneuert wird und damit der Ost-Westverkehr am Bahnhof entlang fließender laufen soll, hat sich das Landratsamt dafür entschieden, die Zufahrt der Eichthalstraße ab Kreuzung Heinrich-Vogl-Straße zu unterbinden. Bis 27. Juli, also solange die Bauarbeiten dauern, soll die Sperrung bleiben.

Welche Regeln im besagten Kreuzungsbereich wichtig sind, haben wir in der zuständigen Abteilung des Landratsamtes (das es sich um sogenannten Staatsstraßenverkehr handelt) und bei der Polizei recherchiert und zusammengefasst.

Die wichtigsten Punkte

-Wer hat an der Kreuzung Vorfahrt?

Als Kreuzungsbereich gilt lediglich die T-Kreuzung der Heinrich-Vogl-Straße und Eichthalstraße, wobei die Heinrich-Vogl-Straße als Vorfahrtsstraße in die Eichthalstraße führt.

Verkehr, der von der Heinrich-Vogl-Straße aus Richtung Münchener Straße kommt, muss Vorfahrt gewähren. Die Aus/Einfahrt zum Parkdeck des Einkaufszentrums ist eine Zufahrt zu einem privaten Grundstück. Verkehrsteilnehmer, die von dort ausfahren wollen, müssen immer dem Kreuzungsverkehr Vorrang gewähren. Heißt: Alle anderen dort dürfen vorher fahren.

-Die Eichthalstraße ist keine Einbahnstraße mehr, das heißt?

Die Einbahnstraßenregelung der Eichthalstraße ab Kreuzung Heinrich-Vogl-Straße ist derzeit außer Kraft. Fahrzeuge dürfen offiziell bis zum Parkplatz des Landratsamtes und wieder zurückfahren.

-Die gestrichelten, weißen Linien haben welche Bedeutung?

Die weiß-gestrichelten Linien an der Kreuzung, jeweils einmal an der Heinrich-Vogl-Straße und einmal an der Eichthalstraße, sind sogenannte Furtmarkierungen. Eine Fußgängerfurt, nicht wie oft verbreitet Querungshilfe, ist demnach eine gekennzeichnete Fläche, die der Verkehrsführung für Fußgänger dienen soll. Fußgänger sollen gebündelt und an bestimmten Stellen zum Überqueren der Straße gebracht werden. Aber Achtung! Vorrang hat der Verkehr. Der Fußgänger muss warten, bis Autos freiwillig anhalten.

-Wieso gibt es keine Zebrastreifen?

Zebrastreifen gibt es an besagter Kreuzung deshalb nicht (und wird es in Zukunft nicht geben), weil das Verkehrsaufkommen hier zu hoch und die Kreuzung zu unübersichtlich ist. Autofahrer müssten sich bereits auf viele andere Sachen konzentrieren, sodass es schneller dazu käme, dass Fußgänger auf Zebrasteifen angefahren würden. Diese haben übrigens, anders als bei der Fußgängerfurt, Vorrang.

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