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Bernd Gans mit dem Bild seiner Tochter Ines, die vor elf Monaten beim Absturz der Air France AF 447 ums Leben kam.

Die Angst und die Hoffnung eines Vaters

Vaterstetten - Genau zu erfahren, was damals passiert ist, beim Absturz des Air France Fluges AF 447, bei dem seine geliebte Tochter starb - darauf hofft jetzt Bernd Gans aus Vaterstetten. Und davor hat er gleichzeitig Angst.

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Seine Tochter Ines ging vor fast einem Jahr mit dem Flugzeugwrack im Atlantik unter. Jetzt besteht die Chance, den lange gesuchten Flugdatenschreiber aus der Maschine doch noch bergen zu können.

„Ich wurde von der Air France diesmal sofort angerufen. Dafür bin sich sehr dankbar“, so der Vaterstettener gegenüber der EZ. Gans ist einer der Sprecher eines Vereins, in dem sich die Hinterbliebenen der Opfer der Flugzeugkatastrophe zusammen geschlossen haben. Die Maschine war am 1. Juni 2009 auf den Flug von Rio de Janeiro nach Paris in einem Unwetter ins Meer gestürzt. 228 Menschen starben, 51 Leichen wurden geborgen.

Die schlimmsten Flugzeugkatastrophen

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Der französische Verteidigungsminister habe jetzt bestätigt, so Gans, dass ein Flugschreiber geortet worden sei. „Er ist damit aber noch nicht geborgen.“ Nachdem bereits zuvor eine erneute Suchaktion gestartet worden war, seien aber Tauchroboter mit Greifarmen vor Ort, die die so genannte Blackbox möglicherweise aus der Tiefe holen könnten.

Nach Meldungen von gestern früh wurden die damals bei der Suche nach dem akustischen Signal der Blackbox gemachten Aufnahmen nochmals von einer Spezialfirma abgehört. Dabei sei ein Hinweis entdeckt worden. Derzeit sendet der Flugschreiber keine Signale mehr.

Gans hofft nun auf zusätzliche Informationen über den Verlauf des Absturzes. Er befürchtet aber auch zu erfahren, wie seine 31-jährige Tochter gestorben ist. „Es kommen natürlich jetzt Fragen hoch. Wussten die Passagiere, was ihnen bevorstand? Wie fürchterlich war es für sie? Oder haben sie lange nichts mitbekommen?“ Die Hintergründe des Unglücks seien aber auch wichtig, um den Flugverkehr sicherer zu machen, so Gans. Ein Absturz wie der, bei dem seine Tochter ums Leben kam, dürfe sich so nicht wiederholen. Die Aufklärung geht den Hinterbliebenen viel zu langsam. Maßlos enttäuscht ist Gans von der deutschen Politik. „Ich habe mich an den neuen Verkehrsminister Peter Ramsauer gewandt und um Unterstützung gebeten.“ Zurück bekommen habe er einen kühlen Brief eines Abteilungsleiters mit der Aussage, die Bundesregierung können da gar nichts machen. Das sei Aufgabe der französischen Behörden. Auch angesichts der hektischen europäischen Betriebsamkeit nach den Aschewolken aus dem ausgebrochenen isländischen Vulkan kann Gans die Reaktion nicht verstehen.

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