Tempo 30 fordern die Anlieger für den östlichen Teil der Wasserburger Straße in Kirchseeon. Foto: stefan Rossmann

Anlieger in Kirchseeon wollen Tempo 30 durchsetzen

Kirchseeon - 124 Unterschriften für Geschwindigkeitsbeschränkung im östlichen Teil der Wasserburger Straße gesammelt

Die Forderung der Anwohner ist klar: Aus dem östlichen Teil der Wasserburger Straße in Kirchseeon, etwa vom Brückenwirt ortsauswärts bis zur Einfahrt ins Kirchseeoner Moos beziehungsweise zum Talweg, soll ein „30er Zone“ werden. Dies hatten die Anlieger bereits zur Bürgerversammlung thematisiert und mit einer Unterschriftenliste untermauert. Anlieger Bertram Ufer weist auf 124 Unterzeichner hin.

Am Montag steht das Thema auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Im Vorfeld hatte sich Ufer in einem Brief an die Mitglieder des Gremiums gewandt und vor allem auf die vielen Schüler hingewiesen, die an der Kreuzung auf dem Weg zum Gymnasium jeden Tag vorbeikommen.

Hintergrund: Die Wasserburger Straße ist die ehemalige B 304, war also die Hauptverbindungstrasse nach München, bevor die Umfahrung über den Spannleitenberg gebaut wurde. Dementsprechend breit ist die Straße eigentlich in ihrem östlichen Teil. Eng wird sie allerdings durch viele dort geparkte Autos. Tempo 30 gilt auf der Moosacher Bahnbrücke und auf der Straße im weiteren Verlauf nach Süden entlang des Gymnasium, des Berufsförderungswerks und des Seniorenheims. Parallel zur Bahn von der Kreuzung in Richtung Marktplatz ist eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Zwei Straßenstücke sind also bereits geschwindigkeitsbeschränkt, der Teil nach Osten aber nicht.

Gefährlicher Zebrastreifen

Das Argument der Anwohner geht noch ein Stück weiter: „Welchen verkehrstechnischen Sinn macht es, alle Zufahrten zur Wasserburger zu beschränken, um dann den Teil ab der Brücke nach Osten freizugeben?“ Dort seien viele neue Wohngebiete entstanden und das Areal werde mittlerweile immer dichter erschlossen. Auch Schulkinder gingen hier entlang. Insbesondere benötige der Fußgängerüberweg einen besseren Schutz, der derzeit nicht gegeben sei. Das Ende der 30er-Beschränkung nach der Fahrt von der Brücke nach Osten veranlasse viele Verkehrsteilnehmer zudem, viel zu früh zu beschleunigen. Das gefährde die Fußgänger am Zebrastreifen ebenso wie die Fahrradfahrer. „Der Zebrastreifen ist aufgrund der Kurve von der Brücke kommend erst sehr spät einsehbar. Fahrradfahrer müssen parkende Autos umfahren und stellen dadurch erst spät erkennbare Hindernisse für den Kraftverkehr dar“, so die Anlieger.

„Neben der Gefährdung ist die regelmäßige Lärmbelästigung durch sinnlose Beschleunigung der Fahrzeuge von der Brücke herunter nicht mehr akzeptabel“, heißt es in dem Brief an die Gemeinderäte. So wollten die Anlieger, nicht zuletzt auch aus Umweltgründen, eine gleichmäßige, ruhige Verkehrsführung mit 30 Stundenkilometern. Die Einhaltung dieser Beschränkung durch die Verkehrsteilnehmer soll auch durch gelegentliche entsprechende Maßnahmen überwacht werden, wie zum Beispiel Radarkontrollen.

Die öffentliche Sitzung am Montag, 1. Februar, beginnt im Rathaus um 19.30 Uhr. Weitere Tagesordnungspunkte sind unter anderem die Markierung von Grundstücksausfahrten am Marktplatz und ein Antrag auf Fällung von neun Bergahornbäumen an der Siriusstraße.

Robert Langer

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