Eine Grillparty in der Nähe von Anzing nahm am Wochenende ein tragisches Ende: Ein junger Mann erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und am ganzen Oberkörper. Seine Kleidung hatte Feuer gefangen. Foto: Jürgen Rossmann
+
Eine Grillparty in der Nähe von Anzing nahm am Wochenende ein tragisches Ende: Ein junger Mann erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und am ganzen Oberkörper. Seine Kleidung hatte Feuer gefangen.

Spiritus entzündet sich

Beim Grillen: Junger Mann (21) erleidet schwere Verbrennungen

Anzing - Der erste schwere Grillunfall in diesem Jahr ereignete sich bei einer Feier von jungen Leuten in der Nähe von Anzing: Ein junger Mann erlitt dabei schlimme Verbrennungen und wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert.

Zu dem Unglück war es beim Anzünden eines Grilles mit Spiritus gekommen. Eine siebenköpfige Gruppe im Alter von 18 bis 25 Jahren wollte auf einem Feld grillen. Ein 20-Jähriger verwendete dabei 94-prozentigen Spiritus, um die Holzkohle anzuzünden. Die Flüssigkeit entzündete sich und sprang auf einen in unmittelbarer Nähe sitzenden 21-Jährigen über. Die Kleidung des jungen Mannes stand sofort in Flammen. Das Feuer konnte durch seine Freunde zwar gelöscht werden. Der 21-Jährige erlitt aber dennoch Verbrennungen zweiten Grades im Bereich des Oberkörpers und im Gesicht.

Die Freunde verständigten sofort die Rettung. Der Verletzte musste mit dem Hubschrauber in ein Unfallklinikum geflogen werden. Vor Ort waren die Feuerwehr aus Anzing, eine Rettungswagenbesatzung, ein Rettungshubschrauber und eine Streife der Polizei Poing. Gegen den 20-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Das Verbraucherinformationssystem Bayern warnt: Die Gefahren bei der Verwendung von Grillanzündhilfen werden immer wieder unterschätzt.

Um die Holzkohle rasch anzuzünden, würden Grillfreunde immer wieder zu Spiritus, Alkohol, Lampenöl oder gar zu Benzin greifen. Das sei aber extrem gefährlich. Durch Verdunstung der flüssigen Brennstoffe entstehe ein hochexplosives, brennbares Gas/Luft-Gemisch in Form einer Gaswolke, die bis zu drei Meter Durchmesser haben könne. Durch einen Flammenrückschlag könne auch der gesamte Brennstoffbehälter (z.B. eine Spiritusflasche oder ein Benzinkanister) in der Hand explodieren und zu schwersten Brandverletzungen am ganzen Körper führen.

Bei der Verwendung von flüssigen Anzündhilfen sei darauf zu achten, dass die Flasche über eine Dosierhilfe und eine Auslaufsicherung verfügt, welche einen Flammenrückschlag verhindert. Am sichersten seien jedoch Grillanzünder in fester Form.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kitas in Poing: Jedes Kind bekommt Betreuungsplatz
Poing ist eine der kinderreichsten Gemeinden in Deutschland - und hat für jedes Kind einen Kita-Platz. Der Bedarf fürs Jahr 2020/21 ist gedeckt. Und: Es sind noch Plätze …
Kitas in Poing: Jedes Kind bekommt Betreuungsplatz
Zu laut beim Computerspiel: Nachbar ruft Polizei
Kurz vor Mitternacht rief ein Anwohner einer Wohnanlage in Markt Schwaben die Polizei, wegen Lärmbelästigung. Die Ursache: Ein Nachbar beim Computerspiel. 
Zu laut beim Computerspiel: Nachbar ruft Polizei
Essen raucht: Feuerwehreinsatz in Poing-Nord
Ein angebranntes Essen in einer Wohnung in Poing-Nord hätte beinahe zu einem Brand geführt. Doch dank Rauchmelder und Feuerwehr ging es gerade nochmal glimpflich aus.
Essen raucht: Feuerwehreinsatz in Poing-Nord
Jahrhundert-Eiche: Wieder keine Entscheidung
Das Bangen um die 300 Jahre alte Eiche bei Seeschneid geht weiter. Der Kreis-Umweltausschuss konnte sich erneut nicht zu einer Entscheidung durchringen.
Jahrhundert-Eiche: Wieder keine Entscheidung

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion