Hat keinen Grund, um besorgt zu schauen: Reinhard Oellerer gestern kurz vor seiner Nominierung. Foto: jödo

Grüne nominieren Oellerer

Anzing - Nun haben auch die Grünen ihren Landratskandidaten offiziell gekürt. Am Donnerstag wurde, wie erwartet, der Anzinger Lehrer Reinhard Oellerer von seinen Parteifreunden nominiert.

Erst vor ein paar Tagen hatte es Reinhard Oellerer direkt von Fachleuten bei einem Infoabend gehört: Um die landkreisweit angestrebte Energiewende bis 2030 zu schaffen, bedarf es gewaltiger Anstrengungen. Und eines Landrats, der diese Wende auch aktiv und mit voller Kraft anschiebt. Genau der verspricht der 60-Jährige zu sein. Für die Grünen geht es am 14. April ins Rennen um das vakante Amt des Landrats. Bei der Nominierungsversammlung am Donnerstag beim Kirchenwirt in Anzing sprachen sich 21 von 21 Mitglieder für Oellerer aus. Einen Gegenkandidaten gab es erwartungsgemäß nicht.

Oellerers Name war zunächst parteiintern, dann aber auch schon öffentlich vom Kreisvorstand und der Kreistagsfraktion ins Spiel gebracht worden, als feststand, dass Amtsinhaber Fauth aufhören würde. Eine wesentliche Rolle habe dabei die bereits gesammelte Kreistagserfahrung gespielt, so der Grünen-Kandidat gegenüber der EZ. Der langjährige Kreispolitiker sprach von einer interessanten Aufgabe, die zugleich auch eine Herausforderung sei. Er vermied tiefergehende Äußerungen über das Innenleben der Kreisverwaltung. Es gebe dort viele, die seit Jahren eine prima Arbeit machten. Sicher sei aber auch, dass der neue Landrat verwaltungsintern viele intensive Gespräche führen müsse. Man habe halt gemerkt, dass der Behörde längere Zeit ihr Chef abhanden gekommen war. Er, Oellerer, traue sich das Amt jedenfalls zu. Wörtlich sagte er: „Für diesen Job mache ich gerne auch Überstunden.“

Um die Energieziele zu packen, seien die nächsten sieben Jahre ganz entscheidend, so Oellerer. Und meinte damit die sieben Jahre, für die der neue Chef der Kreisverwaltung gewählt werden wird. Oellerer richtete den Fokus nicht nur auf die Energiepolitik, sondern nannte mit der Bildungspolitik, den Klimaschutz, die Sozialpolitik und der Umsetzung eines Finanzleitfadens für den Landkreis weitere Schwerpunkte. Als Mann aus der Praxis, Oellerer ist Lehrer am Schwabener Gymnasium, kennt er die Stellen, an denen der Schuh in den hiesigen Schulen drückt. Es gelte, umgehend einen jahrelangen Investitionsstau im Schulbereich abzubauen. Der Grünen-Kandidat warb für eine Politik mit mehr vernetztem Denken und forderte, gerade in Hinblick auf die Finanzen, mehr Ehrlichkeit. Was auch fürs eigene Budget gelten wird. Mit Blick auf schon laufende Kampagnen bemerkte Oellerer: „Ich habe nicht die Finanzen für einen Wahlkampf, wie ihn der SPD-Kandidat gerade betreibt.“ jödo

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