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Markante Gebäude eignen sich gut als Postkartenmotive.

Anzing auf Postkarten

Ein Bild von einem Dorf

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In Anzing gibt es neuerdings wieder Postkarten. Carl Teine hat sie fotografiert.

Anzing – Nein, jetzt im Winter und insbesondere in der Phase, in der Schnee vieles einfach mal zudeckt, bieten sich in Anzing nicht all zu viele postkartentaugliche Motive. Natürlich ist die katholische Pfarrkirche Mariä Geburt – zumindest meistens – immer fotogen, wenn man nicht ganz genau hinsieht und die äußerlich nicht zu übersehenen Schadstellen am Mauerweg und am Anstrich einmal großzügig ausklammert. Natürlich ist auch die historische Högerkapelle stets ein Blickfang. Ebenso die alte Apotheke (das ehemalige Forsthaus) oder die „Alte Post“. Einiges andere aber wie zum Beispiel der Sportpark draußen mit der neuen Sporthalle, das Trachtenheim in der Parkstraße oder die Anhöhe bei Frotzhofen, entfalten ihre wirkliche Schönheit, gar Postkartenidylle, eher im Frühling oder Sommer. Da muss und will sich Carl Teine noch etwas gedulden.

Für seine Heimatgemeinde Forstinning hat der 69-Jährige vor gut zwei Jahren Postkartenansichten fotografiert. Durch einen Wettbewerb, den die Stadt Ebersberg 2014 durchgeführt hat und an dem Teine erfolgreich teilgenommen hat, kam er auf die Idee, auch für Forstinning Ansichtskarten zu gestalten. Der Schreibwarenbetreiber Walleitner und Gabriele Graf-Sponholtz, die dort die Postagentur betreibt, waren von dieser Idee sofort begeistert, da es für Forstinning zu dieser Zeit keine Ansichtskarten gab. So gibt es nun in beiden Geschäften die Postkarten mit Motiven aus Teines Kamera. Das Geschäft laufe gut, berichtet der Hobbyfotograf. Die Nachfrage sei zufriedenstellend. Allein aus Forstinning gibt es inzwischen rund 20 Motive.

Teine macht das, wie er versichert, aus reinem Spaß an der Freud. Seine persönliche Gewinnmarge sei sehr überschaubar.

Ähnliches hat Carl Teine dann auch für die Gemeinde Pastetten im Nachbarlandkreis Erding gemacht. Und nun kam mit Anzing eine dritte Gemeinde hinzu. Dazu hatte ihn Gabriele Graf-Sponholtz angesprochen, die (wie berichtet) inzwischen auch die neue Postagentur in Anzing betreibt und natürlich sofort nach dem Start des Geschäfts feststellte, dass es aus dem Dorf so gut wie keine Ansichtskarten gibt.

Bis jetzt: Inzwischen hat sich Teine die Gemeinde angesehen und im winterlichen Anzing erste Motive gefunden, die ihm tauglich erschienen. Unbedingt will er eine Fototour aber nochmals wiederholen, wenn der Schnee wirklich verschwunden sein und so manches wieder zum Vorschein kommen wird, was jetzt noch im Verborgenen ruht.

Die ersten, nagelneuen Bildpostkarten für Anzing sind inzwischen erhältlich. Teine hat sie bei einem Profi in zwei Ausführungen anfertigen lassen: Als „Hochglanz Standardpostkarte 10 x 15 cm“ mit diversen Motiven. Sie kosten einen Euro. Und als „XL Premium Bildpostkarte 13 x 19 cm“, ebenfalls mit unterschiedlichen Motiven.

Teine: „Interessant dabei ist folgendes. Trotz dieser XL- Größe kostet das Porto ebenfalls nur 45 Cent“. Die XL Ausführung ist für 1,50 Euro erhältlich. Die Motivauswahl, betont er, wurde ganz aktuell gemacht. Als Besonderheit gibt es aber auch eine schon fast „historische“ Postkarte mit der Maibaumaufstellung aus dem Jahre 2013. Damit nicht genug: Demnächst, wenn es Frühjahr wird, sind weitere Karten in Vorbereitung – mit vielen anderen Motiven.

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