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Die Müllentsorgung wird in Anzing zum neuen Jahr teurer

Neue Kalkulation betrifft alle Anzinger Bürger 

Anzinger Müllgebühren steigen um 13,8 Prozent

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Anzings Müllkosten steigen. Wo aber genau diesmal die eigentlichen Preistreiber versteckt sind, ist nicht wirklich bekannt. Die Bürger müssen trotzdem zahlen. 

Anzing Die Gemeinden sind hierzulande verpflichtet, etwa beim Müll oder bei der Abwasserentsorgung von den Bürgerinnen und Bürgern kostendeckende Gebühren zu verlangen. Bedeutet: Sie dürfen keine Gewinne erwirtschaften, aber auch keine Defizite entstehen lassen. Das macht ein Austarieren quasi jedes Jahr nötig. Nun sieht sich die Gemeinde Anzing gezwungen, bei der Kalkulation der Müllkosten die Stellschrauben neu auszurichten. Der Gemeinderat entschied, dass die Abfuhr der kleinen 80-Liter-Restmülltonne künftig 198 Euro pro Jahr kosten wird. Bei der größeren 120-Liter-Tonne werden ab Beginn des neuen Jahres 296,40 Euro fällt. Das entspreche einer Kostensteigerung von rund 13,8 Prozent, so Gemeindekämmerer Daniel Zygalakis im Plenum. Nach seiner Hochrechnung müsste es mit diesen neuen Preisen im kommenden Jahr und auch für 2021 und 2022 ausreichen, die zuletzt entstandenen Defizite zumindest zum größten Teil wieder auszugleichen.

Neue Kalkulation durch den Gemeindekämmerer

Verglichen mit den Kosten für die Restmülltonnen in den letzten vier Jahre werde sich so eine Kostensteigerung von rund 50 Euro ergeben, hielt Grünen-Ratsherr Reinhard Oellerer dagegen. Die Notwendigkeit einer Preisanpassung stellte der ehemalige Lehrer nicht in Frage, wollte aber von der Verwaltung wissen, was denn bei der kommunalen Müllentsorgung der preistreibende Faktor sei. Eine offenbar nicht ganz einfach zu beantwortende Frage, wie es schien. Zygalakis nannte zum einen den neuen, für die Gemeinde unter dem Strich ungünstigeren Vertrag mit dem Entsorgungsunternehmen Heinz, das bislang auch schon die Tonnen leerte. Heinz war nach einer Neuausschreibung erneut als günstigster Anbieter zum Zuge gekommen; allerdings nunmehr aus eigener Perspektive zu leicht besseren Konditionen. Es geht um eine Plus von 7000 Euro. Der Kämmerer machte ferner darauf aufmerksam, dass entstandene Sonderrücklagen nun aufgebraucht worden seien. Last not least habe der Betrieb des gemeindlichen Wertstoffhofs zuletzt deutlich mehr Kosten als Einnahmen generiert, der Verlust pendele sich heuer bei 85 000 Euro ein.

Anzinger Wertstoffhof ist defizitär

Das wiederum warf im Plenum die Frage auf, ob dort noch immer zeitgemäße Gebühren verlangt werden. Ratsherr Tobias Bönte etwa war aufgefallen, dass die Kalkulation für die Sperrmüll-Entsorgung mal wieder auf den Prüfstand gehöre. Überhaupt sollte man einmal hergehen und die Gebühren für jede Müllfraktion genauer unter die Lupe nehmen. Ein Vorschlag, der im Plenum wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Der Rat entschied sich zunächst einmal dazu, die Gebühren für die Mülltonnen mit Wirkung ab 1. Januar 2020 anzuheben. Beim Wertstoffhof soll dagegen deutlich mehr Transparenz in die Gebührenkalkulation kommen.

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