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Achtung, Abstand halten: Zwischen Anzing und Markt Schwaben hat sich die Goldafterraupe breitgemacht. 

Hautreizungen möglich

Gewerbegebiet Anzing: Goldafter-Raupe beschädigt Bäume und Büsche

  • vonJörg Domke
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Entlang der Staatsstraße 2081 gibt es ein Problem: die Goldafter-Raupe. Bäume sind teils beschädigt. Bei Menschen können Berührungen zu Hautreizungen führen.

Anzing – Im Gewerbegebiet tritt seit einigen Wochen die Goldafter-Raupe in großer Dichte auf. Entlang der Staatsstraße 2081 im Bereich der Autobahnausfahrt Anzing, im Gewerbegebiet und auch in Richtung Mauerstetten wurden die wärmeliebenden Raupen gesichtet. An einigen Stellen sind bereits starke Schädigungen durch Kahlfraß an Bäumen und Büschen aufgetreten. Das teilte am Dienstag Bürgermeister Kathrin Alte im Anzinger Gemeinderat mit.

Der Goldafter gehört zur Familie der Trägspinner. Der starke Befall sei eine Folge des Klimawandels und der dadurch resultierenden zu milden Winter, so Alte.

Der Goldafter ist eine heimische Schmetterlingsart

Der Goldafter ist eine heimische Schmetterlingsart, dessen Raupen bis zu 4,5 Zentimeter lang werden und mit zwei leuchtenden roten Trichterwarzen am hinteren Körperbereich ausgestattet sind. Beim Menschen kann eine Berührung mit den Brennhaaren Hautreizungen bis hin zu allergischen Reaktionen auslösen.

Im Gewerbegebiet hat bei Mäh- und Pflegearbeiten der Kontakt mit Goldafter-Raupen bei einigen Personen zu stärkerem Juckreiz, der mehrere Tage anhalten kann, geführt. Deshalb hat die Gemeinde nun bei einem Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Staatlichen Bauamt Rosenheim auf ein gemeinsames Vorgehen – jeder in seinem Zuständigkeitsbereich – gegen die die weitere Ausbreitung der Raupen verständigt. 

„Aufgestellte Warnschilder beachten“

„Die betroffenen Betriebe und auch Spaziergänger, Radfahrer und Reiter werden gebeten, die aufgestellten Warnschilder zu beachten und die Raupen nicht zu berühren. Wichtig sei darüber hinaus, sich bei Mäh- und Gartenarbeiten in den betroffenen Gebieten zu schützen und jeden Kontakt mit den Raupen zu vermeiden“, so Kathrin Alte. Bei Befall von Bäumen und Sträuchern sei es wichtig, die Puppennester wegzuschneiden und zu entsorgen.

Bekämpfung des Goldafters kann mehrere Jahre dauern

Dr. Roswitha Holzmann von der Unteren Naturschutzbehörde informierte darüber, dass die Bekämpfung des Goldafters mehrere Jahre dauern kann. Sie riet unter anderem dazu, die natürlichen Feinde der Raupen zu stärken und verstärkt Nistkästen für Vögel anzubringen. Bei Anzing seien nach ihren Worten gut 20 bis 30 Bäume betroffen, normal komme der Goldafter im Landkreis nur vereinzelt vor. Ziel aller Maßnahmen sei es, ein Ausbreiten auf das Dorf zu vermeiden. Besonders gestresste Bäume seien in Anzing von der Raupe befallen worden.  

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