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An der Unfallstelle in der Gemeinde Anzing wurde ein Marterl aufgestellt. Es soll an den Toten erinnern.

35-Jähriger kam ums Leben

Wie im Krimi: Mann fährt Rollerfahrer tot - bis heute fehlt vom ihm jede Spur

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Im August wurde ein 35-jähriger Rollerfahrer in Anzing totgefahren. Der beteiligte Autofahrer flüchtete. Bis jetzt wurde er nicht gefunden. 

  • Im bayerischen Anzing kam es im vergangenen Sommer zu einem echten Krimi.
  • Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto verstarb ein Rollerfahrer - der Fahrer flüchtete.
  • Bis heute konnte der Mann nicht gefunden werden.

Anzing – Es ist wie in einem Krimi, was im Sommer in Anzing passierte: Am 25. August des vergangenen Jahres kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Roller auf einer Straße in der Gemeinde Anzing. Der 35-jährige Rollerfahrer starb am Unfallort. Der Autofahrer flüchtete. Einen Tag danach tauchte das mutmaßliche Unfallfahrzeug auf, demoliert auf einem Parkplatz abgestellt. Heute, fast fünf Monate später, ist der Täter immer noch unbekannt. Was ist an diesem Sonntag passiert und wo ist der Unfallfahrer?

Im bayerischen Anzing: Notruf kam nicht vom Unfallverursacher

Der Unfall passierte an einem warmen Sommerabend, gegen 21.20 Uhr. Bei der Polizei ging ein Notruf ein. Schwerer Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2081 zwischen Anzing und Frotzhofen. Der Anruf kam von einem Verkehrsteilnehmer, nicht vom Unfallverursacher.

Rettungskräfte versuchten sofort den 35-Jährigen zu reanimieren. Vergeblich, der Mann erlag seinen schweren Verletzungen. Nach Erkenntnissen der Polizei in Poing war es zu einem Zusammenstoß mit einem Wagen gekommen. Der Autofahrer war geflüchtet. Auf der Straße verteilt lagen jedoch Einzelteile des Unfallfahrzeugs: Teile der Beleuchtungsverglasung und des Kühlers. Die Spuren deuteten damals auf einen grauen Audi 100 hin.

Der Roller des 35-jährigen Unfallopfers. Der Unfall passierte zwischen Frotzhofen und Anzing. 

Spektakulärer Kriminalfall: Auf der Straße lag ein Kennzeichen

Am Unfallort lag aber noch etwas viel Wichtigeres: ein Kennzeichen mit Münchner Zulassung. Die Adresse des Fahrzeughalters wurde überprüft, er konnte aber nicht angetroffen werden.

Einen Tag später der nächste Hinweis. Auf einem Parkplatz in Schwaberwegen (Gemeinde Forstinning) stand ein beschädigtes Auto. Der Wagen war vorne rechts stark demoliert, ein Kennzeichen fehlte. Es war ein Audi A6, das mutmaßliche Tatfahrzeug.

Dieser Audi A6 wurde einen Tag nach dem Unfall gefunden: Ohne Kennzeichen und stark demoliert.

Ermittler tappen im Dunkeln: Wo ist der Unfallflüchtige?

Fast fünf Monate sind nun vergangen. Wo ist der Unfallflüchtige? Anruf bei der Polizeiinspektion in Poing: wenig Informationen. Anruf bei der Staatsanwaltschaft in München: noch weniger Auskunft. Fakt ist: Die Behörden kennen den Aufenthaltsort des Halters des vermutlichen Unfallfahrzeugs nicht. Sie wissen zudem nicht, ob der Halter auch der Fahrer war. Trotz der Adresse, die die Beamten durch das gefundene Kennzeichen ermitteln konnten. Ob der Halter geflohen ist, sagt die Polizei nicht.

Das Problem sei ein Gutachten vom Landeskriminalamt, heißt es bei den Behörden. Das LKA habe „eine unglaublich lange Vorlaufzeit“. Wahrscheinlich heißt das: Erst auf das Gutachten warten, dann kann eine größere Fahndung nach dem Fahrzeughalter erfolgen. „Ein paar Strohhälmchen haben wir noch“, so die Polizei in Poing. Welche Hinweise das sind, sagen Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Es könnte den Ermittlungen schaden.

Nach tödlichem Unfall: An Straße steht ein Marterl

An der Staatsstraße wurde kurz nach dem Unfall ein Marterl aufgestellt. Kreuz, Kerzen, Plastikblumen. Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um einen Rumänen. Ein Bild zeigt das Gesicht des damals 35-Jährigen, lachend in Unterhemd. In Rumänisch darunter: „Ruhe in Frieden“.

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Der Täter bedrohte die Kassiererin mit einem Messer und zwang sie so zur Herausgabe von Bargeld. Jetzt sucht die Polizei nach dem Unbekannten, der flüchten konnte.Tödlicher Unfall bei Bruck: Eine Frau (60) starb nach einer Kollision mit einem Lkw. Mit im Auto saß ihre Tochter (28). Sie wurde schwer verletzt. Die Straße ist gesperrt. Bei einem tragischen Unfall in Braunschweig ist ein Junge von einer Straßenbahn erfasst worden und wurde tödlich verletzt. 

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