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Die Großbaustelle Kinderhaus und Flexhaus neben der Anzinger Schule schreitet gut voran. Bei der Inneneinrichtung aber gibt es jetzt eine negative Überraschung. 

Kinderhaus + Flexhaus

Anzinger 100.000-Euro-Überraschung: Kosten für Möbel verdoppeln sich

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Mit dem Großprojekt Kinderhaus und Flexhaus ist die Gemeinde Anzing eigentlich hochzufrieden. Jetzt aber gibt es eine unerwartete Kostensteigerung um 100.000 Euro.

Anzing – Dem Geschäfts- und Bauamtsleiter im Rathaus ist es hörbar unangenehm, darüber zu sprechen: „Bislang kann es niemand genau erklären“, sagt Johannes Finauer am Dienstagabend in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Anzing in der Schulturnhalle. Genaue Details und Gründe gebe es noch nicht, die Verwaltung werde aber bei der Projektsteuerung und den Planern nachhaken, kündigen Finauer und Bürgermeister Kathrin Alte (CSU) an. Die unangenehme Überraschung: Das günstigste Angebot für die Einbaumöbel (Schränke, Garderoben, Spinde) für das Kinderhaus bzw. Flexhaus liegt bei circa 199.000 Euro. In der von den Architekten zu Beginn der Planungen für Kinder- und Flexhaus vorgelegten Kostenschätzungen war bei diesem Posten von 100.000 Euro ausgegangen worden. Jetzt sind es doppelt so viel.

Anzing: Überraschung im Gemeinderat

Laut Finauer und Alte habe die Gemeinde insgesamt elf Angebote für die Einbaumöbel erhalten. Alle lägen weit über den veranschlagten 100.000 Euro. Gemeinderatsmitglied Tobias Bönte (SPD) sagte dazu: „Das ist ärgerlich. Vermutlich handelt es sich um einen Architektenfehler in der Kostenschätzung.“ Nichtsdestotrotz stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Auftragsvergabe an den günstigsten Anbieter mit einer Summe von knapp 200.000 Euro. Aufgrund der bisherigen Zahlen sei dies machbar, so Bürgermeister Alte.

Offene Ganztagsschule Anzing ab September 2022

Abgesehen von diesem Ausrutscher laufe die Großbaustelle hervorragend, sagte sie in der Gemeinderatssitzung. Selbst in den vergangenen Wochen mit eiskalten Temperaturen seien die Arbeiten zügig vorangegangen – und die Kosten seien bislang eingehalten worden, laut Alte liege man sogar rund 300.000 Euro unter dem Budget.

Die Gemeinde Anzing investiert auf dem Areal neben der Grundschule rund elf Millionen Euro in ein neues Kinderhaus (Kindergarten und Krippe) sowie in ein Flexhaus. In diesem können laut Bürgermeisterin bis zu 130 Kinder in einer „Offenen Ganztagsschule“ betreut werden. In der kommunalen Mittagsbetreuung könnten derzeit aus Platzgründen lediglich 75 Kinder betreut werden. Die Offene Ganztagsschule soll spätestens zu Beginn des Schuljahres 2022/23 starten.

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