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Das freie Feld vor dem F riedhof (links), wenn man von der A 94 aus nach Anzing fährt. Darum ging es beim Ratsbegehren.

Ratsbegehren

Klares „Ja“ zum erweiterten Gewerbegebiet

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Eine klare Wähleraussage gab es in Anzing. 1803 Bürger sind für eine Erweiterung des Gewerbegebiets, 785 dagegen.

Anzing – Mit dieser Deutlichkeit hat wohl niemand gerechnet. Bei der Frage an die Anzinger Wählerinnen und Wähler im Rahmen eines Ratsbegehrens, ob das bestehende Gewerbegebiet an der Autobahn um eine Fläche zwischen Friedhof und A 94 erweitert werden soll, haben die Anzinger bei glasklaren 69,67 Prozent mit „Ja“ gestimmt. 30,3 Prozent waren dagegen. In absoluten Zahlen: 1803 zu 785. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,3 Prozent.

In ersten Reaktionen äußerten sich alle Beteiligten, diesen klaren Wählerauftrag zu akzeptieren, nun keine weitere Zeit mehr zu verlieren und die lange umstrittene Gewerbegebietserweiterung zügig voranzubringen. Ratsherr Reinhard Oellerer (Grüne) meinte enttäuscht, man habe versucht, insbesondere den ökologischen Wert des besagten Grundstücks den Bürgern zu erklären, habe aber zur Kenntnis zu nehmen, dass wirtschaftliche Interessen größer waren.

Bürgermeister Franz Finauer berichtete, dass bereits in der nächsten Ratssitzung am 7. November Weichenstellungen erfolgen sollen. Dann soll es einen Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan geben.

Zugleich wird die Gemeinde ihren Flächennutzungsplan ändern müssen. Durch das lange Zeit im Raume gestandene Begehren habe es insbesondere bei der Erstellung eines Bodengutachtens erhebliche Verzögerungen gegeben, so Franz Finauer, die er und sein Stellvertreter Reinhardt Friedrich (SPD) auf gut ein halbes Jahr taxieren.

Erfreut nahm man das Ergebnis nicht nur bei den drei örtlichen Gewerbetreibenden auf, die sich auf dem Areal des jetzigen Lidl-Marktes ansiedeln möchten und von denen manche im Ort befürchtet hatten, Anzing den Rücken zuzukehren. In einer ersten Stellungnahme sagte gestern der Geschäftsführer der Lidl Vertriebs-GmbH und Co. KG, Sebastian Theiling: „Wir freuen uns über den positiven Ausgang der Abstimmung und danken den Anzinger Bürgern für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Das Ergebnis zeigt uns, dass wir mit unserem Projekt große Teile der Anzinger Bevölkerung ansprechen. Unser Dank gilt darüber hinaus Herrn Bürgermeister Finauer und den Mitgliedern des Gemeinderates, die diese Abstimmung ermöglicht haben, und natürlich auch unseren Partnern: der Firma Haberthaler, der Firma Steidl und Herrn Dr. Birlbauer. Wir alle haben große Anstrengungen unternommen, um mit unserem Gemeinschaftsprojekt den Spagat zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Ortsgestaltung und Umweltschutz zu schaffen. Als nächstes möchten wir zügig die Gespräche mit der Gemeinde fortführen und unsere Planungen weiter vorantreiben“.

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